Gravity ist nach dem 2015 veröffentlichten Venom das neue Album von Bullet for my Valentine und schon beim ersten Hören fällt auf, dass der Stil ein paar neue Nuancen bekommen hat. Auf den elf Tracks beweisen die Jungs jedoch, dass sie sich in ein neues Gewand gekleidet, aber dabei nicht ihren Ursprung vergessen haben und präsentieren ein gelungenes Album, dass Spaß macht.

  1. Leap of faith
    Der erste Song des Albums beginnt mit einigen elektronischen Einflüssen, die zwar neu sind, aber der Qualität des Songs nichts anhaben. Der Song steigert sich danach schnell zu einem typischen Feuerwerk aus harten Gitarrenriffs und dem melodischen Gesang von Matthew Tuck. Ganz klar, Leap of faith macht Lust auf mehr.
  2. Over it
    die erste Singleauskopplung ist ein solider Song, der aber weder heraussticht, noch untergeht. Im Grunde genommen ein ganz standardgemäßer Song von Bullet for my Valentine mit einigen Neuerungen. Einzig der Refrain geht schnell ins Ohr und bleibt dann auch eine Weile dort.
  3. Letting you go
    ist zu Beginn ruhig und auch hier werden elektronische Klänge zur einzigen Begleitung der Vocals. Doch nach der ruhigen ersten Minute setzt der wütende Refrain einen Kontrast und beschleunigt das Tempo des Songs um einiges. Eine abwechslungsreiche vierminütige Achterbahnfahrt, die alles bietet, dass einen Song der Jungs aus Wales ausmacht.
  4. Not dead yet
    ist kraftvoll und Aussagekräftig. Die Message: wir leben und können alles tun, was wir wollen. Der Song ist eine Hymne, die zum lauten mitgrölen gemacht ist und jedem ein gutes Gefühl gibt, der sich den Song anhört.
  5. The very last time
    ist die erste Ballade des Albums und beginnt ruhig und nachdenklich. Der Beat ist schlicht und synthetische Klänge untermalen den Gesang. Erst in der zweiten Strophe kommt eine melodische Gitarre hinzu und die Intensität des Songs steigert sich zum Ende hin in ein aufgeladenes Finale.
  6. Piece of me
    von Anfang an schnell und laut. Der Text ist sehr einprägsam und lädt seine Zuhörer zum sofortigen mitsingen ein, bevor der Song mit einigen Shouts sein Finale erreicht. Ein Song, der live gut funktionieren wird, aber auch beim mehrfach hören noch Spaß macht.
  7. Under again
    passt sich perfekt in das Album ein. Textlich aussagekräftig und musikalisch definitiv nicht vergleichbar mit den Songs, die wir von BFMV gewöhnt sind, vereint es doch die neuen und alten Einflüsse der Band in sich und ist so ein guter Mittelpunkt des Albums.
  8. Gravity
    titelgebend für das Album ist Gravity auch ein Aushängeschild des Albums. Gravity hat alles, was ein Song haben muss um im Ohr zu bleiben und Spaß zu haben einmal angehört, eine Ohrwurmgarantie.
  9. Coma
    zeigt ganz deutlich, wie experimentierfreudig die Band auf diesem Album ist. Coma ist hart, sowohl was die Riffs angeht, als auch den Text, welcher tief blicken lässt und dem geneigten Zuhörer einiges über den Frontman der Band verrät.
  10. Don’t need you
    nach einem kurzen Intro wird es laut. Die Strophen des längsten Songs des Albums sind fast durchgehende Shouts und liefern dem Album alles, was wir bis dahin vielleicht noch vermisst haben. Der typische Wechsel zwischen den wüsten Strophen und cleanem Gesang,  lädt zum Headbangen und Abgehen ein und wird sicherlich auf den nächsten Konzerten für die richtige Stimmung sorgen.
  11. Breathe underwater
    den Abschluss der Platte bildet eine weitere Ballade. Matt Tucks Stimme schafft es, einem eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen und der Song bildet einen ruhigen, aber dennoch starken Abschluss für ein grandioses Album.

FAZIT: Gravity ist ein gelungenes Album, auf das man sich vor allem live sehr freuen kann. Die neuen Elemente bereichern die Songs und zeigen, dass die Jungs sich musikalisch weiterentwickelt haben. Die Songtexte sind dabei teilweise sehr emotional, was aber auch musikalisch genau umgesetzt wird und ein schönes Gesamtpaket abliefert. Definitive Hörempfehlung.

Gringoz Magazine
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