Seit sie 2006 Tales Told By Dead Friends rausgebracht haben sind Mayday Parade bekannt für eine Mischung aus traurigen Liedern über Herzschmerz und fröhlichen Liedern mit viel Gitarre. Diese Mischung wurde auf allen fünf Studioalben beibehalten, Mal  ging es etwas mehr in Richtung Pop-Punk, Mal mehr in Richtung Alternative. Auch auf ihrem sechsten Studioalbum Sunnyland dürfen wir uns wieder über die gewohnte Mischung freuen.

Bereits das Gitarrenintro bei Never Sure versetzt uns gedanklich an einen heißen Sommertag bei der Vans Warped Tour, an dem man all seine Lieblings-Pop-Punk Bands sieht. Ähnliche Songs lassen sich immer wieder auf dem Album finden, wie zum Beispiel How Do You Like Me Now oder If I Were You. Auch die traurigen Herzschmerzlieder sind mehr als genug vertreten.  In Where You Are wird Sänger Derek Sanders von Klavier und Akustikgitarre begleitet, während er singt: „my favorite place is where you are, but I don’t know where you are“. Gerade dieser Song wirkt sehr authentisch und Dereks Stimme in den Strophen trieft vor Emotionen. Always Leaving und Take My Breath Away sind ebenso ruhige Songs, kommen aber emotional nicht an Where You Are heran. Auch der nostalgische Song Sunnyland fällt in diese Kategorie. Es wird in Kindheitserinnerungen geschwelgt und darüber nachgedacht, wie gerne an doch die Zeit zurückdrehen würde. Ein weiteres Highlight ist Is Nowhere, bei dem die Band so richtig Gas gibt und zum wütenden Mitschreien einlädt.

Das Album hat auch mit ein paar schwächeren Songs zu kämpfen, wie zum Beispiel Satellite oder Looks Red, Tastes Blue, die so klingen, als hätte man sie bei anderen Bands schon 20 Mal gehört. Etwas schade ist auch, dass das Album eher an die älteren Mayday Parade Alben erinnert. Es gibt keinen Schritt in eine neue Richtung oder eine Entwicklung, obwohl das Vorgängeralbum Black Lines (2015) gezeigt hat, dass die Band durchaus anders kann.

Eins haben Mayday Parade mit diesem Album gezeigt: Ihr Talent für traurige Songs haben sie über die Jahre nicht verloren. Nach mehr als zehn Jahren sind sie ihrem Sound absolut treu geblieben, obwohl ein bisschen frischer Wind vielleicht auch Mal gut tun könnte.

https://www.youtube.com/watch?v=kopUxzKApcE

Gringoz Magazine
Gringoz Magazine