Nach Problemen mit dem alten Label und auch einigen internen Unstimmigkeiten, melden sich Five Finger Death Punch mit ihrem siebten Studio Album „And Justice For None“ zurück und präsentieren uns ca. 50 Minuten neue Musik verteilt auf 13 Tracks.

Die erste Singleauskopplung „Fake“ und der darauffolgende Track „Top Of The World“ begrüßen uns, wie wir es von 5FDP kennen. Brachiale Riffs kombiniert mit der gewohnten Kombination aus Shouts und Clean Vocals und dem richtigen Maß an Eingängigkeit in den Refrains. Mit „Sham Pain“ zeigt sich das Quintett von einer etwas experimentelleren Seite. Der Song weißt klare Spuren von Nu Metal auf, während sich der Text lyrisch mit den Problemen beschäftigt, mit denen sich die Band in den letzten Jahren auseinandersetzen musste. Der anschließende Track „Blue On Black“ stammt im Original aus der Feder von Kenny Wayne Shepherd und bekommt die übliche Cover Song Behandlung ab: Durch härtere Riffs und die fast schon rauchige Stimme von Sänger Ivan Moody verleiht die Band dem Track die gewohnte Death Punch Note.

Mit Songs wie „I Refuse“ und „Will The Sun Ever Rise“ kommen auch die Fans auf ihre Kosten, welche Five Finger Death Punch für ihre ruhigeren und melodischeren Songs schätzen. Ersterer glänzt durch die emotionalen Lyrics beziehungsweise Moodys Art, diese zu präsentieren und ein Akustiksolo, welches den Song perfekt abrundet. Bei zweiterem handelt es sich eher um eine Halbballade, die ein wenig an „Wrong Side Of Heaven“ erinnert.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich Five Finger Death Punch mit „And Justice For None“ an ein paar neuen Dingen versucht haben, ihren Wurzeln aber generell treu geblieben sind. Das Album ist ein klares, bissiges Statement dafür, dass die Band mit der Vergangenheit abgeschlossen haben und ihren Weg wiedergefunden haben. 5FDP par excellence!

Gringoz Magazine
Gringoz Magazine