Es ist immer schwer, dem gefeierten Debüt mit einem Nachfolger gerecht zu werden. Das dachten sich wahrscheinlich auch die Jungs von Desert Mountain Tribe und gingen mit einem komplett anderen Anlass an den Nachfolger zu Either That or the Moon ran. Abgeschieden in einem Studio auf einer Insel wurde Om Parvat Mystery genau das, was man schon nach den ersten zwei Songs hört. Trotz sehr kurzer Laufzeit breitet sich von Anfang an eine gewisse Psycho Atmosphäre bei uns aus, was bereits beim Debüt der Fall war. Wie kann ein modernes Album der Neuzeit nur so klassisch klingen? Für jüngere Hörer definitiv kein leichtes Brot, wenn auch schon hier und da Bezüge zu Depeche Mode herausstechen.

Man muss schon ein bisschen Liebe für den Sound der späten 70er Jahre mitbringen, um mit Om Parvat Mystery warm zu werden. Wer den Schritt aber wagt, wird auf 37 Minuten Spielzeit sicherlich nicht enttäuscht. Songempfehlungen hierfür sind World, High Drive und das wirklich schicke Finale in Form des  Songs Chemical Genius.

Insgesamt kann man sagen, dass die spannende und noch junge Reise von Deset Mountain Tribe sicherlich noch kein Ende finden wird und wir das nächste unberechenbare Album in wenigen Jahren begrüßen können. Wir sind auf jedenfall gespannt, was das kreative Trio aus dem Londoner Underground noch zu bieten hat.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.