6 ganze Jahre ließen uns die Amerikaner warten, bis nun endlich „Push Pull“ erschienen ist. Vor 2 Jahren begannen Hoobastank, die 2004 durch den Radiohit „The Reason“ auf dem gleichnamigen Album weltweite Bekannteit erreichten, mit den Aufnahmen für das aktuelle Album.
Mit der Zeit ist einiges passiert, die Jungs werden älter und was sich bereits auf der Platte „Fight or flight“ (2012) leicht andeutete: der Sound ist im Vergleich zu alten Platten wesentlich softer und auch deutlich ausproduzierter, aber auch verspielter. Das ist keine ungewöhnliche Entwicklung und dämmt damit auch nicht zwingend den Hörspaß dieser Platte. Denn Hörspaß gibt es in der Tat: Es braucht zwar ein Paar Durchgänge, aber die Mischung macht durchaus Spaß. Tracks wie „More Beautiful“ oder „Push Pull“ eignen sich hervorragend für einen entspannter Dancefloor. „There will be another one“ schlägt eher ruhigere nachdenklichere Töne an und „Buzzkill (Before you say goodbye“) ist mein persönlicher Favorit. Ein Song der ein gewisses Selbstbewusstsein wiederspiegelt und die Harmonien der Band perfekt einsetzt.

Insgesamt lässt sich die Platte sehr gut hören und wird, auch dank „Doug Robb´s“ genialer Stimme, nicht langweilig nach mehrmaligem Hören. Dennoch wird es vermutlich auch kein Album, was die Musikwelt besonders lange beschäftigen wird, da es leider dann doch irgendwie an einigen Ecken und Kanten fehlt.

Gringoz Magazine
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