Parkway Drive sind mit einem Paukenschlag zurück! Anders als vorher aber stärker den je. Metalcore ist zwar keine Vergangenheit für die australische Band, wird hier aber auf der neuen Scheibe keine wirkliche Rolle spielen. Die Band entwickelt sich weiter und probiert Neues aus und schaffen so eine Platte, die viel mehr ist als ein 08/15 Album. Das Album beschäftigt sich viel mit der Thematik Verlust und Trauer.

Der Opener „Wishing Wells“ knallt wie gewohnt brutal um die Ecke. Zunächst wird ganz langsam Spannung aufgebaut, die sich schließlich mit voller Kraft entlädt. Der 35-jährige Frontmann Winston nutzt diesmal neue Elemente wie Rapparts beim Song „Shadow Boxing“ und klaren Gesang bei „Cemetery Bloom“ um seiner Trauer und seinen Verlusten gerecht zu werden. Parkway Drive beweisen damit wiedereinmal, dass sie mehr können als nur laut herumzuschreien und so ihre Gefühle preiszugeben. Die Scheibe hat zwar nur 10 Songs, bietet aber in jedem dieser Songs eine unglaubliche Vielfalt, die in diesem Genre eher selten ist. Auch wenn sich immer mehr Bands ausprobieren und neue Effekte und Sounds ins Boot holen, klingt kaum eine Band immer noch so gut wie vorher. Nur Parkway Drive schaffen es trotz der Soundveränderung, sich selbst und ihren Fans treu zu bleiben. Die Single „Prey“ lädt schon fast zum Mitsingen ein, wobei jeder der bereits auf einem Parkway Drive Konzert war weiß, dass bei fast jedem Song aus Herzenslust und mit großer Leidenschaft mitgesungen wird.

Der letzte Song „The Colour Of Leaving“, ist ein Song, den man sicherlich mehrfach hören muss um die Tiefe und die Trauer, die dahinter steckt die vor allem das ganze Album wiederspiegelt, zu verstehen. Gerade die letzen Zeilen erklären einem auch, wie der Titel des Album zustande gekommen ist. „So we live like we have lost. And we love like we are broken. And as the colour leaves the sky, we’re left in reverence. Of the frailty of it all.“

Fazit: Parkway Drive haben sich neu gefunden und sind sich trotzdem treu geblieben. Wenn sich jede Band weiter so entwickelt wie diese hier, haben wir bald nur noch hochkarätige, lang lebende Acts auf diesem Planeten.

Gringoz Magazine
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