Unser liebster Maskenträger ist zurück! Der Alte Ego von Marteria ist mit seinem neuen Album „Verde“ am Start und überzeugt wieder einmal mit seiner hochgepitchten Stimme und seinen kifferfreundlichen Songs. Kifferweisheiten inklusive.

14 Songs, die abgefuckter, ehrlicher und direkter nicht sein könnten erwarten uns mit „Verde“. So z.B der Song „Chicken Terror“, den viele Fans bereits auf der Marteria Tour 2017/18 erleben durften, wenn Marteria in sein altes Ego Marsimoto schlüpft. Der Song wird aus der Perspektive eines in der Industrie gehaltenen Huhnes erzählt: „Seit der Geburt ist der Zustand des Gegenteils vom Leben erreicht. Sie seh’n nur das Fleisch – alles dreht sich im Kreis. Ich glaub‘, ich leg‘ noch ein Ei.“ Wer ist so direkt und sagt wie das Leben wirklich ist? Eben niemand, nur Marsimoto hat die Eier dazu.

Selten hat sich Marsimoto mit so ernsten Themen auseinander gesetzt wie in diesem Album, stellt diese aber spielerisch und geschickt dar. Im Song „Der Beste Freund des Menschen“, zeigt uns der Marsianer die Kehrseite des technischen Fortschritts. Wir lassen uns einnehmen von der Technik und nutzen nur noch diese anstatt uns auf die wichtigen Dinge und die Freuden im Leben zu konzentrieren. So lautet es z.B im Song: „Willst doch nur bellen, beißen, spielen. Hast nur noch Augen für deinen besten Freund.“

Marsimoto ist aber nicht allein auf seinem Album zu hören. Trettmann steuert im Song „Immer wenn ich High bin“ seine ganz persönliche Geschichte zum Thema Kiffen bei. Aber auch Casper, Bonez MC, Audio88 und einige andere sind auf dem Album zu hören.

Fazit: Marsimoto hat mit diesen 14 Songs erneut bewiesen, dass er einmalig ist. Egal ob er in gewissen Andeutungen wortspielerisch agiert oder in seinen Texten Gesellschaftskritik aufnimmt. Die Texte entstehen unverwechselbar aus der Sicht und dem Idealismus eines kiffenden Marsianers. Das Album kann nahtlos an seine vier Vorgänger anknüpfen und wird alte wie neue Marsimoto-Fans überzeugen.

Gringoz Magazine
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