Was gibt es schöneres als an einem lauen sommerhaften Samstagabend auf ein Konzert zu gehen von dem
man weiß dass es definitiv viel zu warm wird? Richtig nichts! Also haben wir uns auf den Weg in die Sporthalle
Hamburg gemacht zu Jennifer Rostocks Abschlusstour vor der Pause, gleichzeitig die bisher größte
Einzelshow die sie je gespielt haben. Mit dabei waren Blackout Problems als Support.
Blackout Problems starten ihr Set pünktlich in der schon randvollen Halle und heizen der Menge schon nach
kurzem ein. Die Kombo beginnt gleich mit dem Song „How are you doing?“ aus dem neuen, noch nicht erschienen,
Album „Kaos“. Sänger Mario hat keine Angst vor Fankontakt und nimmt ab der 2. Hälfte des Songs
ein Bad in der Menge, sehr zur freude der Fans. Auch die nächsten beiden Songs sind vom neuen Album bis
dann schließlich altbekanntes folgt. Nach „On/Off“ verkündet Sänger Mario eine Show im November im
Hafenklang also Augen auf, wir konnten bis jetzt nämlich keine weiteren HInweise darauf entdecken! Mit
dem 6. Song beenden Blackout Problems leider bereits ihr energiegeladenes Set nach einem weiteren Bad in
der Menge und einer Percussion Einlage Ihres Bassisten. Das Publikum bleibt bereits ausser Atem und bester
Laune zurück und wartet gespannt auf den Hauptact des Abends.

Eine halbe Stunde später ist es endlich soweit, Jennifer Rostock starten ihre Show. Als Intro gibt es einen
Ausschnitthaften Rückblick mit Interviews, Musikvideos, Liveaufnahmen und Schnipseln aus Ihrer Dokumentation
durch die letzten 10 Jahre zurück. Jeder Song der dabei bereits angespielt wird, wird vom Publikum
begeistert aufgenommen und lauthals mitgesungen. Dann fällt der Vorhang und die Gruppe startet mit
„Kopf oder Zahl“ einer Ihrer ersten Singels, denn auch die Reihenfolge Ihrer besten Hits führt größtenteils
Chronologisch durch die Bandgeschichte. Es folgen „Feuer“, begleitet durch einen Bunten Konfettiregen, und
„Himalaya“. Die gesamte Crowd feiert, es wird mitgesungen, gesprungen, getanzt und geklatscht, Stillstehen
tut hier keiner mehr. Nach „Du willst mir an die Wäsche“ bedankt sich Jennifer Weist im Namen der gesamten
Band bei all den Leuten die mit Ihrer Musik Großgeworden sind und immer noch dabei sind obwohl sie
viele Gründe hatten zu gehen. Hierbei verweist sie auf einen Auftritt beim ZDF Fernsehgarten, an das Wäsche
Video, die schrägen Frisuren und Outfits.

Schließlich tun Jennifer Rostock etwas worum Ihre Fans seit Jahren bitten – „Irgendwo Anders“ wir als
Unplugged Piano Version gespielt und Jennifers Stimme kommt noch besser zur Geltung während die Fans
die Halle mit einem Lichtermeer erhellen. Direkt darauf wirds wieder Härter nicht nur wird es im wahrsten
sinne Heiß in der Halle durch den Einsatz von Pyro-Technik sondern Shouter Nico wird auf der Bühne
empfangen um gemeinsam „Es war nicht alles Schlecht“ zu performen. Nach „Mein Mikrofon“ und „Der
Kapitän“ wirds erneut ruhig, Jennifer muss zwar auf Gitarrist Alex verzichten, der die Tour wegen der Famlie
nicht begleitet aber sie hat in Elmar einen guten ersatz und Performt mit ihm unplugged „Ich kann nicht
mehr“. Nach dem bereits dritten Outfit wechsel des Abends geht es erneut feurig weiter. „Bei ein Schmerz
und eine Kehle“ gibt es nicht nur Flammen sondern auch in immer mehr Runden immer mehr Circle Pits in
deren Mitte zwischenzeitlich Elmar und Christoph spielen. Bei dem Song „Kaleidoskop“ ist erneut Nico mit
von der Partie und heizt dem glücklichen Publikum weiter ein. Bei „Alles Cool“ folgt noch eine Einlage der
besondern Art. Jennifer Weist wird zu beginn des Songs auf einem weißen Hochbett durch das Publikum
gefahren und plötzlich sind auch die Leute aus den hinteren Reihen ganz dicht am geschehen. Den Letzten
Song des Abends „Die gute alte Zeit“ beginnt Jennifer mit einer A capella variation bis er schließlich in einem
Funkenregen vergeht. Das 22 Song starke Set hat sicher niemanden unglücklich zurückgelassen und Jennifer
Rostock haben erneut bewiesen dass sie Live eine Gewalt sind. Mit der Stimme auf den Punkt und Entertainment
im Blut.

Gringoz Magazine
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