Mit From Ashes To New entpuppte sich bereits zu Zeiten der ersten EP aus dem Jahr 2013 etwas, was gerade in der Nu Metal Szene dringendst gebraucht wird – was frisches!

Zwar blieb dieses Genre auch beim zweiten Studioalbum irgendwo erhalten, doch verwaschen sich so langsam die Sounds mit denen anderer Größen – und wir reden hier nicht von den Bands, welche Anfang der 2000er den Markt eroberten.

Aus moderner Sicht hört sich The Future wirklich gut an – fette Riffs, klasse Drums und insgesamt wirklich gut produzierte Songs, daher ist das bisschen gemeckert, was wir hier jetzt an den Tag legen, wirklich auf höchstem Niveau zu betrachten aber: Der Scheibe fehlen einfach die Wurzeln. Zu sehr klingt alles nach aktuellen Bands wie Dead By April oder Sonic Syndicate. Nur noch verschwommen nehmen wir die sehr gut eingesetzten Synthesizer der ersten Werke wahr und die recht weinerliche Stimme von Neu-Frontmann Danny Case klingt bei einzelnen Songs wie Crazy, Broken oder Nowhere to Run zwar wirklich gut und bleibt im Kopf, ersetzt aber leider nicht die sehr vielseitige und emotionale Stimmgewalt von Chris Musser. Die Vielfalt lässt auf The Future generell zu wünschen übrig und macht From Ashes To New zu einer (trotzdem recht guten) Modern Metal Band, welche durch catchy Refrains und wirklich gute Riffs dennoch ihre Fans sicherlich nicht enttäuschen wird.

Kurz gesagt haben wir hier ein fett produziertes Album mit einigen Highlights liegen, welches allerdings aus einer weitaus kreativeren Feder stammt und so viel besser hätte klingen können.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.