Kleiner Tipp von uns: Auch wenn euch diese Band vielleicht nichts sagt, gebt ihr eine Chance! Nach ein paar Songs war uns bereits klar, dass wir hier mit etwas zu tun haben, was keinen Einheitsbrei produziert und so haben wir uns mit John Wolfhooker Frontmann Martin auf ein kleines Interview geeinigt, um euch diese Band mal etwas näher zu bringen. Wer die Jungs sind, was sie für einen Musikstil spielen und wie es mit ihnen weitergeht, erfahrt ihr in unserem Interview.

GRINGOZ: Auf euren Social Media Kanälen seid ihr als Alternative Rock Band gelistet. Alternative ist heutzutage ja ein ziemlich breites Genre – was bedeutet dieser Musikstil speziell für euch?

MARTIN: Wir möchten nicht in eine Schublade gesteckt werden mit unserem Sound, daher haben wir auf Facebook zum Beispiel lediglich Alternative Rock hingeschrieben. Wir haben in der Band verdammt viele verschiedene Geschmäcker und nutzen diese, um unsere Musik so vielfältig wie möglich zu schreiben, anstatt uns in irgendeinem Genre zu bewegen. Die Basis unseres Stils sind typische Rock Elemente, welche wir mit Post-Hardcore, Djent, Pop, Punkrock und/oder Funk mischen. Leider haben die ganzen Social Media Kanäle nicht genug Platz, um das so ausführlich hinzuschreiben ;).

GRINGOZ: Welche Künstler inspirieren euch denn am meisten?

MARTIN: Da gibt es so viele.. Filip und ich sind zum Beispiel mit Punkrock Musik groß geworden. Daher mögen wir Bands wie Green Day oder My Chemical Romance.. Rony und AJ haben eher diesen Heavy Metal Hintergrund – die mögen beide Sachen wie Ozzy Osbourne, Black Sabbath, B.B. King und Dream Theater. Aber es gibt noch eine ganze Menge anderer Künstler aus anderen Genre´s die wir alle mögen wie Periphery, Linkin Park, Bring Me The Horizon, Paramore, Fall Out Boy, Highly Suspect, Eh Sheeran und so weiter.. viele dieser Künstler haben uns bisher schon beeinflusst.

GRINGOZ: Ihr nutzt öfter den Hashtag „Pidgeonarmy“ (zu deutsch: Taubenarmee) – das klingt witzig! Könnt ihr diesen Hashtag für unsere deutschen Leser mal genauer erklären?

MARTIN: Als wir mit dieser Band anfingen, nahmen wir die ganze Sache nicht so ernst. Wir waren einfach nur ein paar Freunde aus verschiedenen Bands, welche drei Songs zusammen aufnehmen wollten. Die Freundin unseres Drummers AJ ist eine professionelle Fotografin und war zu dieser Zeit in Barcelona, wo sie ein Foto einer ziemlich frechen Taube aufnahm. Als wir das Bild sahen, waren wir alle der Meinung, dass das unbedingt unser Bandlogo werden musste.
Ähnliche Situation mit unserem Bandnamen. Wir haben unsere Nachnamen ins englische übersetzt und fanden das Ergebnis cool, so nannten wir uns John Wolfhooker. Wir haben uns entschieden, der Taube – unserem Alter Ego – diesen Namen zu geben – einige Lieder handeln auch von ihm. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Fangemeinde Pidgeonarmy zu nennen.

GRINGOZ: Ihr hattet vor Kurzem euren ersten Auftritt in Deutschland. Wie lief der denn so? Gibt es in naher Zukunft weitere Pläne für Auftritte hier?

MARTIN: Es war im Sage Club in Berlin und es war ziemlich erstaunlich, wir haben nicht wirklich erwartet, dass die Leute so viel Spaß haben, wenn man bedenkt, dass sie uns zum ersten Mal sehen. Und der Club selbst sieht ziemlich bizarr aus. Wir haben ein paar Legenden über diesen Ort gehört und haben die Show wirklich genossen. Weitere Auftritte sind aktuell nicht geplant, aber werden definitiv noch kommen!

GRINGOZ: Gibt es ein deutsches Festival, auf welchem ihr gerne mal spielen wollt?

MARTIN: Definitiv Rock am Ring und Rock im Park – ich denke so ziemlich jede Band hat diesen Traum!

GRINGOZ: Ihr habt 2014 und 2016 jeweils ein Album veröffentlicht. Wie sieht es denn mit 2018 aus? Bisher gibt es ja den Song Pitch Black – wird diese auch auf einem kommenden Album erscheinen?

MARTIN: Pitch Black ist einer von fünf Songs, die wir während unseres kleinen Experiments Anfang 2017 aufgenommen haben, als wir uns für zwei Wochen ohne Internet in einer alten Mühle in einem kleinen Dorf in der Slowakei (demselben Ort, an dem wir unser erstes Album aufgenommen hatten) einschlossen haben mit dem Ziel neue Songs aufzunehmen.
In der ersten Woche haben wir gejammt und Songs geschrieben und in der zweiten Woche haben wir aufgenommen – alle Instrumente zusammen, wie bei der Aufnahme unserer ersten CD. Wir haben bereits 3 davon veröffentlicht (Zeddknot, Voices, Pitch Black), also wird es noch 2 neue Songs geben. Wir hatten nicht vor, es als CD zu veröffentlichen, aber wer weiß, vielleicht werden wir alle Songs auf einen speziellen USB-Stick bringen, damit die Leute es in physischer Form bekommen können. Wir haben einfach gemerkt, dass es für Bands wie uns viel besser ist, Singles mit Musikvideos zu veröffentlichen, als ganze Alben.

GRINGOZ: Ihr arbeitet als Band ohne Label, hat dies spezielle Vorteile für euch?

MARTIN: Ich denke, der Hauptvorteil ist, dass wir alles Selbst tun können. Wir sind nicht eingeschränkt in dem, was wir tun oder gezwungen werden, etwas zu tun, was wir nicht wollen. Nach dem, was ich gehört habe, ist es ein ziemlich häufiges Problem für junge Bands, die gerade unterschrieben haben. Es gibt Dinge, die bei uns unter einem Label viel besser gehandhabt werden können, aber wir wollen es nicht erzwingen. Es wäre jedoch großartig, mit jemandem (Manager oder Label) außerhalb unseres Landes zusammenzuarbeiten, der das, was wir tun, hauptsächlich wegen der größeren Möglichkeiten, im Ausland zu spielen, mag.

 

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.