Wir müssen ja leider gestehen, dass uns das neuste dänische Metal Wunder zu Zeiten ihres Debüts entgangen ist. Umso schöner ist es jetzt als neu gewonnener Fan und natürlich professioneller Kritiker sich mit Nemesis in die Kunst von Defecto reinzuhören.

Belohnt werden wir hier nach einem epischen Intro mit 55 Minuten packender und schwerer Riffs, welche mit so viel Power daher kommen, wie zu den allerbesten Symphony X Zeiten (die selbstredend heute noch gut sind). Schön hierbei ist, dass der Progressive Metal zwar voll ausgelebt wird, sich aber nicht in engen Genre Trends verfängt und das so durchzieht, sondern komplett variabel durch die Box donnert – vom Groove Metal bis zum Southern Rock ist alles dabei – und es hört sich in Kombination einfach nur genial an!

Wer sich bei den ersten Durchgängen selbst dabei erwischt, wie er bei Hits wie Ode To The Damned oder Endlessy Falling mit geballter Faust versucht innerlich die Vocals zu diesen Songs zu singen, ist bereits infiziert. Defecto sind damit bereit, die großen Bühnen zu erobern und ihr Meisterwerk von den heimischen Anlagen auf die Hallen zu übertragen.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.