Bereits im Vorfeld war klar, das wird eine erfolgreiche Tour für die Giant Rooks. In etwa die Hälfte der Tour ist Ausverkauft und viele Termine wurden in größere Hallen verlegt und das obwohl die fünf Jungs aus Hamm noch relativ neu im Musikzirkus sind. Die deutsche Indie-Pop Gruppe wurde 2014 gegründet und hat bis jetzt zwei EP´s auf dem Markt.

Eröffnet wird der Abend im vollen Grünspan pünktlich von Cassia aus Manchester. Das Trio selbst bezeichnet seinen Musikstil als Calypso Afro-Rock. Man kann das ganze aber auch als Indie-Rock mit karibischem Flair bezeichnen was vor allem im ersten Song des Abends „Sink“ deutlich wird. Dieses Karibik Flair sorgt auch von beginn an für Bewegung im Publikum. Bei der Show fällt vor allem Drummer Jacob ins Auge der in einem Unglaublichen Tempo den Rhythmus von seinem Körper an die Trommeln weitergibt.
Nach gut einer halben stunde schließen Cassia ihr Set mit dem Song „Paradise Beach“ und einer menge Strandbällen, die von der Galerie ins Publikum geschmissen werden, ab.

Um 22 Uhr dann werden die Giant Rooks von einem euphorischen Publikum in empfang genommen. Die Jungs starten ihre Show voller Energie und es ist sofort klar nicht nur das Publikum hat Bock auf diesen Abend. Es wird Tatsächlich noch enger im Grünspan und spätestens beim zweiten Song „Bright Lies“ Tanzen wirklich alle, auch die Leute die auf der Galerie stehen. Die Musik macht einfach Gute Laune und der Sound ist erste Klasse. Zwischenzeitlich scheinen einige Mädchen in der ersten Reihe sogar den Tränen nahe. Allgemein fällt auf dass das Publikum im Schnitt eher um die 25 Jahre Alt ist und nur wenig ältere Leute zu finden sind, was wohl auch mit dem jungen Alter der Band selbst zusammenhängt.
Zwischen den Songs „Småland“ und „Slow“ bedankt sich Sänger Frederik dann noch dafür dass Hamburg nicht nur so viel Interesse an der Show hatte dass diese vom Knust ins Grünspan verlegt wurde sondern dafür dass auch das Grünspan Ausverkauft ist. Daraufhin folgt die erste kleine Akustik Einlage. Beim Song „Chapels“ von der Debüt-EP wird die Band Tatkräftig durch Mitklatschen und Chorgesängen des Publikums unterstützt. Bevor die Band schließlich einen neuen noch unveröffentlichten Songs zum besten gibt, stellt Frederik auch A Cappella sein Talent unter Beweis. Mit „New Estate“ kommt der Abend dann zum Schluss und das Publikum dreht noch mal voll auf inklusive selbst organisiertem Konfettiregen.

Bei der Zugabe holen Giant Rooks dann noch mal ihren Support Cassia mit auf die Bühne um gemeinsam das Bob Dylan Cover „I shall be released“ zum besten zu geben. Mit „Mia & Keira (Days to come)“ findet die Show dann nach anderthalb Stunden endgültig Ihr Ende.
Abschließend bleibt nur zu sagen, jeder der diesen Abend keinen Spaß hatte und nicht getanzt hat ist selber Schuld denn die Giant Rooks haben einen Energiegeladenen explosiven Auftritt hingelegt und bewiesen dass wir in den nächsten Jahren noch einiges von ihnen hören werden.

Gringoz Magazine
Gringoz Magazine