Die Kelly Family machten am Donnerstag auf ihrer „We got Love“ Comebacktour Halt in der ausverkauften Sparkassenarena in Kiel. Obwohl erst um 17:30 Uhr Einlass war, standen schon die ersten Fans seit einiger Zeit draussen vor der Halle. Die Fanbase der Kellys ist immer noch so stark wie vor gut 10-15 Jahren, als die Kelly ihr Aus bekannt gaben. Die Kelly Family kam an diesem Abend komplett ohne Vorgruppe aus. Ob das nun an der Setlist mit 32 Songs inklusive Pause lag oder daran, dass das Publikum teilweise schon deutlich älter war, lassen wir einfahch mal so stehen. Gut drei Stunden inklusive einer etwa 30 minütigen Pause knallten uns Kathy, Paul, Patricia, Joey, John, Angelo und Jimmy ihre Songs aus 40 Jahren The Kelly Family um die Ohren. Leider haben sich Paddy und Maite Kelly nicht dazu entschlossen, sich dem Comeback der Family und deren Tour wieder anzuschließen. Beide sind mit ihren Solotouren jedoch ziemlich erfolgreich. Dazu kommt noch, das Paddy Kelly aktuell zur Besetzung von „Sing meinen Song“ gehört.

Während des ersten Songs wirkt das Pubilkum noch etwas verhalten, fast ruhig. Was aber mit der Nummer von Joey Kelly „Why Why Why“ und dem dazugehörigen Feuerwerk blitzartig ändert. Keiner sitzt mehr auf seinem Platz und 90% der Plätze heute Abend sind nun mal eben SItzplätze. Die Frauen mittleren Alters klatschen und schreien wie die 16- jährigen Teenies heut zu Tage bei Justin Bieber. So etwas haben auch wir noch nicht erlebt. Die Kelly Family verbindet viele Genres der Musik. Egal ob Pop, Jazz, Rock, Folk oder sonst etwas. Alles findet bei den Kellys einen Platz. Gerade das Drumsolo von Angelo Kelly hat es uns persönlich angetan. Wenn er dann noch seine Brille abnimmt, seine Zopf langsam aufmacht und seine langen Haare erst richtig zum Vorschein kommen, dann drehen sie alle durch. Die Damen an diesem Abend haben sich förmlich die Seele aus dem Leib geschriehen. Aber auch mit dem Song „The Wolf“ von Joey Kelly, wo fast kaum gesungen wird, kommt richtig Stimmung auf. Joey weiß einfach, wie er die Masse zu begeistern hat. „Wearing of the Green“ versprüht ein Feeling, wie auf einem irischen Musikfestival. Man hat fast das Gefühl bekommen, Dropkick Murphys oder Flogging Molly würden auf der Bühne stehen. Diese Gefühl kam aber eben nur fast.
Ein besonders emotionales Erlebnis hat John mit dem letzten Song „Whole come with me“ bewirkt.
Diesen Song sang er als Kind zusammen mit seinem Vater Dan.
Auf der Leinwand im Hintergrund wurde eine alte Filmaufnahme dieses Songs eingespielt und er sang noch einmal mit seinem Vater. Als die Stimme des Vaters mit seinem Teil des Songs vom Band eingespielt wurde, ging John mit dem Gesicht zur Leinwand auf die Knie.
Ein sehr emotionaler Moment, der beim Puplikum super ankam.

Fazit: Das Comeback der Kelly Family ist geglückt. Es ist fast so, als wären sie nie weg gewesen. Sie schaffen es immer noch, die Hallen zu füllen und geben einem das Gefühl, das es wie früher ist. Sie zeigen uns, das sie wieder da sind, wo sie hingehören. Und zwar auf die Bühnen dieser Welt.

Fotocredit: o_04_TheKellyFamily_WeGotLove_Live2018_CarstenKlick.jpg

Gringoz Magazine
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