Wer auch immer das Gerücht streute, dass der Rock N´ Roll sei, hat wohl in seinem Verteiler keinerlei Adresse aus Schweden gehabt, denn das Quartett Deadheads macht auch weiterhin eine gute Figur in diesem Genre und lässt auch 2018 den Rock erstrahlen. Die Formel dahinter ist so einfach , wie auch genial. Direkt von Minute 1 an peitscht This One Goes to 11 nur so durch die Boxen in Form von einer klassisch verzerrten Gitarre in Kombination mit taktvollen Drums. Dabei werden in den 38 Minuten voller Rock wahre Hits wie Don´t Mind the Ghost oder Too Lost to Be Found geboren, welche so auch schon vor 20 Jahren in Stadien Anklang gefunden hätten.

Das Kern des Albums ist jedoch, dass wir zwar eine kaum variierende Scheibe hier vorliegen haben, man sich aber in keinem der elf Songs jemals langweilt oder sich das Album mit einem der beiden Vorgänger messen muss. Dafür sorgt eine riesen Palette an genialen Riffs und natürlich der Oldschool Gesang von Frontmann Manne Olander, dessen Stimmbänder eindeutig drei Jahrzehnte zu spät sich entwickelten, aber dennoch ein Geschenk der heutigen Zeit sind. Mit so eine Kombi werden sogar die recht modernen Major Festivals vor den großen Bühnen ein super Programm bekommen.

Mit ihrem dritten Studioalbum beweisen Deadheads wieder einmal, dass lediglich die Inspiration von alten Bands gepaart mit neuen Ideen vollkommen ausreicht, um so ein gigantisches Genre in der heutigen Zeit am Leben zu halten – die noch sehr junge Band ist mit ihrer aktuellen Diskographie durchaus der Weg nach oben sicher. Wir sind noch sehr gespannt, was wir alles von den Jungs zu hören kriegen.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.