Die deutsche Postrock Band Long Distcnace Calling aus Münster veröffentlicht am 02. Februar mit „Boundless“ bereits ihr sechstes Studioalbum in 12 Jahren Bandgeschichte. Die neue Platte kehrt anscheinend zu den Anfängen der Band zurück und klingt trockener und stilistisch wie die ersten beiden Platten „Satellite Bay“ & Avoid The Light“. Was einem sofort auffällt, ist die geringe Anszahl der Songs auf dem Album.

Das Album umfasst gerade einmal acht Songs, was für ein Album unserer Meinung nach etwas wenig ist. Immerhin schafft es die Band aber, mit diesen 8 Songs voll und ganz zu überzeugen. So z.B. beim Song “The Far Side”. Hier kommt wirklich die perfekte Mischung von Gitarre, Bass und Synthesizern zum Einsatz. Diese Mischung, diese Übergänge der Instrumente wirkt trotz der unterschiedlichen Elemente einfach gekonnt. Sie sind perfekt aufeinander abgestimmt, was nicht jede Band schafft.  Der Song „Ascending“ zeigt uns deutlich die gewohnte Härte von Long Distance Calling, die sich am Ende des Songs noch einmal so richtig entlädt. „Like A River“ verzichtet ganz auf die metallischen Klänge. Dafür bekommen wir ein Geigenspiel zu hören, welches sehr traurig oder sogar dramatisch klingt. Mir dem Abschlusssong „Skydivers“ macht die Band etwas, was vielleicht nicht Jedem gefallen könnte. Auf dem Höhepunkt des Songs ist es einfach vorbei. Das Album ist zu Ende. Ohne Punkt und ohne Komma. Es wirkt überraschend, ist aber vielleicht genau das Richtige für eine Long Distance Calling Platte. Eine Ende, was kein Ende ist und uns auf Neues vorbereiten soll.

Die Band hat trotz der wenigen Songs ein Album geschaffen, was Altes, Bewehrtes und Neues perfekt
miteinander verbindet und das macht Long Distance Calling zu einen der besten Bands die Münster aktuell zu bieten hat.

Gringoz Magazine
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