Nachdem der Erscheinungstermin von September auf Januar verschoben wurde, ist es jetzt endlich so weit: Fall Out Boy sind zurück mit ihrem siebten Studioalbum Mania und das Warten hat sich definitiv gelohnt.

Lange ist es her, dass die Band aus Chicago mit ihrem ersten Album Take This To Your Grave durchstartete. Nach all den Jahren ist ein Stilwechsel absolut keine Überraschung. Von unsicherem Pop-Punk ist daher nicht mehr viel zu hören, dafür macht eine breite Auswahl an Musikrichtungen das Hören interessant. Von Hymnen, die für Stadien und Arenen gemacht sind, über langsame Liebeslieder bis zu Reggae-Elementen ist alles dabei.

Schon der erste Song, Stay Frosty Royal Milk Tea, bietet einen spannenden Einstieg, es wäre der perfekte Opener auf der nächsten Tour. Die Thematik des Songs, man selbst sei sein größtes Hindernis und hätte die Kraft, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, ist auch in anderen Liedern, wie Champion, wiederzufinden.
The Last of the Real Ones
ist ein Liebeslied mit Power, während Hold Me Tight Or Don’t den Zuhörer gedanklich an einen sonnigen Ort versetzt und zum Tanzen anregt.  Mit Heaven’s Gate wird es ruhiger und bei Church werden wir sogar mit Gospelelementen überrascht. Bishops Knife Trick, der letzte Song, lässt einen nachdenklich und melancholisch werden, ist jedoch alles andere als nur ein langweiliges langsames Lied, sondern eher ein abwechslungsreicher Abschluss für ein Album, das den Zuhörer ansonsten nahezu mit Energie überfordert.

Beeindruckend ist vor allem Patrick Stumps Stimme. Der Sänger habe den Gesang, so sagt er in einem Interview mit Popbuzz, extra alleine im Studio aufgenommen, um mehr aus sich herauszukommen und selbstbewusster zu wirken. Das ist ihm gelungen und auch der Rest der Band scheint mit Mania mehr aus sich herauszuholen.

Schon mit der ersten Single, Young and Menace, stand fest, dass dieses Album sicher das bis jetzt gewagteste Studioalbum der Band ist. Gewagt bedeutet jedoch nicht schlecht, im Gegenteil. Einen Schritt weiter zu gehen und sich an neuen Stilrichtungen zu wagen könnte einigen anderen Bands gut tun, denn immer bei einem Stil zu bleiben wird auch für die Zuhörer irgendwann langweilig.

Fall Out Boy haben mit Mania gezeigt, dass es gut tut, sich weiterzuentwickeln. Auf ihrer Europatour im April können sie dann zeigen, wie sich die neuen Lieder in vollen Arenen anhören.

https://www.youtube.com/watch?v=wH-by1ydBTM

Gringoz Magazine
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