Kaffkönig bezeichnen sich selbst als die geballte Faust des kleines Mannes, die hässliche Fratze von Otto Normal. Kein Wunder also, dass sie ihr erstes Album „Das Große Kotzen“ genannt haben. Dieses Album, das vermutlich zwischen Mettbrötchen und Bier entstand, ist allerdings viel, viel mehr als nur kotzen.

Die Band klingt musikalisch nach einer Mischung aus Rogers, Montreal und einem Hauch Heisskalt. Punkige Attitüde gepaart mit Emo, Post-Hardcore und ernsten Texten. Schmerz, Verlust und die Hoffnung, das es eines Tages doch wieder gut wird, Texte, die den Zuhörer tief blicken lassen, unverkennbar jedoch die Wut der Band. In ihrem Album setzen sie sich hauptsächlich sehr kritisch mit der derzeitigen Popmusik auseinander, die mehr als Monoton ist. Der Songtitel „Helene Forster“ lässt uns sofort aufhorchen, wir wissen wohl alle, um wen es sich in diesem Song handelt. Kaffkönig schaffen sich innerhalb des Punkrocks neue Maßstäbe indem sie klassische Punkelemente und politische Themen mit frischem, neuen Sound kombinieren.

Die Scheibe umfasst gerade einmal 10 relativ kurze Songs, die in ihrer kurzen Dauer jedoch genau den Ton treffen und die Band schafft es ebenfalls in ihren Texten das Thema genau auf den Punkt bringen. Mittelfinger hoch ist die Devise. Die Band hat gerade erst angefangen, sollte jedoch unbedingt im Auge behalten werden.

„Abschlussball“ Tour:

15.02.2018 – Münster, Rote Lola
16.02.2018 – Erfurt, Museumskeller
22.02.2018 – München, Backstube
23.02.2018 – Ulm, Roxy
24.02.2018 – Saarbrücken, Mauerpfeiffer
20.02.2018 – Köln, Stereo Wunderland
01.03.2018 – Hamburg, Kunst
02.03.2018 – Berlin, cassiopaia
03.03.2018 – Nürnberg, Club Stereo

Gringoz Magazine
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