Die zweite Scheibe einer Band zu rezensieren, welche mit ihrem Debüt in vielerlei Munde war ist immer sehr spannend. Dabei ist es für die Künstler meist nicht leicht den schmalen Grat zwischen „das ist doch nur ein Klon des ersten Albums“ und „ich wusste dass die ihren Musikstil noch nicht gefunden haben“ zu finden.

Fans der Band können aber bereits aufatmen – mit ihrer zweiten Scheibe  optimieren NOVELISTS ihren Sound um genau die Brise, die sie Interessant macht. Wo auf dem Vorgänger noch ordentlich geschrien wurde, liefert Noir zum Teil wirklich sehr melodische Parts ab, die zeigen, dass die Band und vor allem Frontsänger Matteo Gelsomino nochmal eine ordentliche Schippe drauf gelegt haben.

Das Endergebnis ist eine Scheibe mit einer großen Entwicklung in der ersten Hälfte und teils dem alten Stil im zweiten Teil des Albums, was allerdings im Kontrast dann nach einem so genialen Start eher weniger hängen bleibt als die Überraschung am Anfang. Dennoch reiht sich Noir lückenlos in die Diskographie der progressiven Musiker ein und wird Fans sicher nicht enttäuschen.

 

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.