Ohne neues Album, aber dafür mit super Stimmung kehrten Breaking Benjmain zurück nach Europa und spielten ein grandioses ausverkauftes Konzert im E-Werk in Köln.

Erst letztes Jahr begaben sich Breaking Benjamin zum ersten Mal nach Europa, vorher hatte sie die Flugangst des Sängers Benjamin Burnley daran gehindert. Dieses Hindernis wurde jedoch durch eine längere Reise mit dem Schiff überwunden, und auch dieses Jahr nahmen sie den langen Weg für einige Shows in Europa auf sich.
Genau wie bei der letzten Tour wurden sie begleitet von der Synth-Rock-Band Starset, die Songs vom neuen Studioalbum Vessels mitbringen konnten.

So begannen Starset um acht Uhr mit Into The Unknown ihr Set, oder ihre Demonstration, wie die Band es nennt, und boten dem Publikum nicht nur eine klanglich gute Show, sondern auch einige visuelle Besonderheiten: drei Mitglieder der Band betraten die Bühne in leuchtenden Raumanzügen. Nach zehn Songs, unter anderem Halo, My Demons oder Carnivore, sowie Danksagungen des Sängers Dustin Bates war die Bühne dann frei für Breaking Benjamin.

Diese ließen etwas auf sich warten, das war jedoch vergessen, als die ersten Töne des Erfolgssongs So Cold erklangen. Mit drei Gitarren und der (zugegebenermaßen etwas angeschlagenen) Stimme von Benjamin Burnley begeisterten die Jungs das Publikum. Hits wie Sooner Or Later, Blow Me Away oder Failure ließen den Fans keine Pause, jedoch gönnte Burnley seiner Stimme einige Pausen, wie zum Beispiel durch längere Gitarren Parts oder einfach den Wechsel des Leadgesangs zu einem der Gitarristen. Für Breath leihte ihm Starset Frontmann Bates, der, wie Burnley scherzte, gerade mit seiner Kapsel auf einem fremden Planeten gelandet sei, seine Stimme. Auch ein Drum Solo und ein etwas zu langes Cover Medley mit Songs von Nirvana oder Metallica durften nicht fehlen.
Aber die Band kann nicht nur laut und rockig, mit dem Song Ashes Of Eden ging es auch mal ruhiger und mit viel Fangesang zu.

Schließlich gaben sie mit I Will Not Bow nochmal richtig Gas, bevor sie zum ersten Mal die Bühne verließen, um anschließend für Diary Of Jane zurück zu kommen und sich schließlich vom Publikum zu verabschieden.

Alles in Allem war die Show mehr als sehenswert. Die Kombination von Starset und Breaking Benjamin ist definitiv ein Line-Up, das man sich nicht entgehen lassen sollte und Schwächen, die es an der ein oder anderen Stelle gab, wurden durch die mitreißende Stimmung fast gänzlich übertönt.

Gringoz Magazine
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