Bachelorlette ist abgedreht und wie seit Beginn ihrer Karriere veröffentlicht das Ruhrpott Sextett (hihi) streng im 2-Jahres Rhythmus eine neue Platte. Zugegeben: Vier Platten in sechs Jahren ist eine hohe Hausnummer und Diskussionen über das genaue Genre der #ElectronicMetalPopIrgendwasMitCore Truppe schweifen weiter aus, als die genauen Todesumstände von Elvis, doch wir geben uns beste Mühe, es wenigstens zu probieren. Und zwar in unserem traditionellen TrackByTrack Review – alle anderen klauen nur!

1. Back In The Bizz
Nach gefühlt 56 Millisekunden ist dieser Track bereits als klassischer ESKIMO CALLBOY Song zu betrachten, welcher mit allen Stärken und einem Ohrwurm Faktor für sich selbst steht. Hier ist der Name Programm: Die Jungs sind zurück!

2. MC Thunder
Der geistige Party Nachfolger zu My Own Summer vermittelt ähnlich wie beim Vorgänger einfach gute Laune gepaart mit härteren Metal Passagen. Die Message des Songs ist ganz klar auf Freiheit getrimmt und strahlt diese auch an jeder Ecke aus.

3. The Devil Within
Die Stärke und Erfahrung der letzten Jahre zeigt sich ganz klar in diesen Song – ähnlich wie bereits bei Best Day werden hier elektronische Elemente gezielt und massentauglicher eingesetzt, um einen modernen Rock Song daraus zu schmieden. Interessant, frisch und vor allem positiv überraschend.

4. Banshee
Okay jetzt dürfen wir mal wieder ordentlich abfeiern. Wer bei diesen Song noch nach 31 Sekunden still sitzt, hat eindeutig mit dieser Platte keinen Spaß. Also könnt ihr fünf Hater jetzt bitte abschalten und uns, den anderen Fanboys und jene die es bald sind die nächsten Tracks genießen lassen ja? Ciao.

5. The Scene (+ Fronz)
Erste erste Single der Platte haut nicht nur musikalisch sondern auch textlich auf den Putz. Ähnlich wie eine Moshpit teilen die Jungs einfach mal gewollt gut aus und bleiben sich treu. Mutig und auf seine Art wieder mal genial dank dem großen Featuring (war schon auf dem Vorgänger wirklich nett, dass SIDO gepusht wurde).

6. VIP
Ich glaube es gab kaum einen Song in den letzten Jahren, der ausschweifender als dieser diskutiert wurde. Dabei ist das aus unserer Sicht nichts anderes als ein typischer CALLBOY Track, welcher mit modernen Rock Aspekten geschmückt und protzig wie eh und je daherkommt. Wir gehen noch einen Schritt weiter und sagen, dass es einer der stärksten Track´s auf The Scene ist.

7. Shallows
Wo man bei den vorherigen Songs stets eine große Stärke aufzählen konnte, kann man hier erstmals nichts großes mehr zu sagen außer dass das schnelle Tempo und der prägende Refrain den Song keinesfalls langweilig wirken lassen, aber nach den vorherigen Highlight´s hier ein kleines Tief entsteht.

8. Nightlife (+ Little Big)
Jetzt wird getanzt! Dieser Song darf auf keiner Core Party dieses Jahr fehlen – Fans der ersten EP können hier gerne noch die Anlage ein paar Stufen höher drehen.

9. + 10. X + New Age
Nach einem ziemlich langweiligen Intro kommt ein fast genauso langweiliger Song. Zwar ist Variabel hier das Stichwort, da der Song eindeutig zu den langsameren der Platte gehört, überzeugt aber einfach nicht.

11. Frances
Ahhh.. geht doch. Das Tempo des vorherigen Songs wird beibehalten aber besser umgesetzt. Noch dazu strotzt der Song nur so vor Ohrwurm Passagen. Vorsichtig gesagt könnt ihr die empfindlichen Ohren eurer Freunde mit diesen Song testen, bevor ihr ihnen das wahre Ausmaß von ESKIMO CALLBOY zeigt ;).

12. Rooftop
Man muss den Humor der Band einfach lieben und eine Affinität zum NuMetal haben und schon ist dieser Track eines eurer Lieblingskinder. Joah mehr fällt uns dazu auch gerade nicht ein. Trotzdem gut.

13. Calling
Zum finalen Track wird es nochmal bedachter. Eine Fusion aus The Devil Within und Shallows überrascht uns nochmal von einer positiven Seite und gibt dem Album den Abschluss, den es verdient.

Fazit
Was können wir groß zu The Scene sagen? Wir versuchen es mit den vorhandenen Explicit-Songs mal klarzumachen, also Songs in denen Schimpfwörter enthalten sind. Der VorVorgänger hatte zum Beispiel 12 von 12 Songs als Explicit markiert – hier wurde quasi nur geflucht. Das letzte Album Crystals hatte nicht mal einen Explicit Track (ja nicht mal F.D.M.D.H). The Scene trifft mit 7 von 13 Tracks hier die goldene Mitte. Sowohl musikalisch als auch textlich werden Stärken der Vorgänger gut verbaut und es wirkt dennoch als Weiterentwicklung im Sound. Die Jungs werden auch mal Erwachsen und greifen damit auch mal auf Rock statt Metal/Core Elemente zurück, was denen durchaus steht. Wir sind gespannt auf die nächste Platte in zwei Jahren.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.