„Lust For Life“ kommt positiver rüber als Honeymoon. Dennoch ist das Album nun kein gute Laune Album, sie bleibt sich einfach treu. Das Album ist eher etwas für die Abende allein zuhause. Nichts, was man auf der nächsten Party spielen lässt, wo man sich mit nem Glas Wein hinsetzt und sich die Musik bewusst anhört. Die Lieder haben mehr Beats im Vergleich zum Vorgänger.

Der Anfang des Albums ist schon mal gut. Mit dem Song „Love“ wird wieder einmal Lanas traurige Messege klar, die sie uns bei so vielen Songs bereits vermittelt hat. Aber wenn man genau hinhört und sich intensiv damit auseinander setzt, merkt man eigentlich, das der Song doch eine positive Message besitzt und nur auf den ersten Eindruck so wirkt. „Lust For Life“ ist ein Song, der mit Lanas Stimme einfach The Weekend perfekt ergänzt. Diese Mischung der beiden Künstler macht den Song zu einem ganz Besonderen. Auch das Ende des Albums weiß zu gefallen. „Get Free“ fängt gewohnt melancholisch & eher düster an, aber entwickelt sich immer weiter zu etwas fröhlich Klingendem, um dann am Ende in Geräusche und einzelne Synth-Pop- Sounds zu überzugehen.

Kommen wir nun aber leider zu den etwas negativen Seiten des Album. Im Mittelteil fängt das Album an zu schwächeln. Einige Songs im Mittelteil dauern teilweise vier bis sechs Minuten und wirken leicht überzogen. So z.B der Song „When The World Was War We Kept Dacing“ der mit fast fünf Minuten ziemlich langgezogen daher kommt und deutlich kürzer hätte sein können. Unsere Favoriten des Albums sind somit: Lust For Life, 13 Beaches, Cherry , Summer Bummer, Groupie Love, Tomorrow Never Came und Get Free.

Fazit: Lana Del Rey hat wieder eimal bewiesen, das sie es immer noch drauf hat, sich treu bleibt und wenige Ausflüge in neues Terrain wagt, welches sich sehr positiv für sie ausspricht. Man kann also sagen, das das Album eine gute, wenn nicht sogar eine bessere Fortsetzung von Honeymoon ist.

Gringoz Magazine
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