Was würden wir in der heutigen Zeit nur ohne Kickstarter machen? Jedenfalls nicht die neuste Platte von The Letter Black hören. Für die Produktion ihres „bisher härtesten Album“ (wörtliches Zitat) fragte die Band ihre Fans um Hilfe und das mit Erfolg. „Pain“ erblickte am 02.06.2017 das Licht der Welt und wir verraten euch nun, wie der dritte Silberling des Quartetts klingt.

 

01. Fear

Elektronische Elemente und ein Monolog über das Thema „Angst“ eröffnen den Track, bevor in harte Gitarrenriffs und Drumbeats übergeht. In den Strophen spricht Sängerin Sarah den Text mit verzehrter Stimme, während Shouts den Refrain prägen. Definitiv eine Seite, von der sich The Letter Black noch nicht präsentiert haben.

 

02. The Last Day That I Cared

Die erste Singleauskopplung des Albums. Auch hier haben wir erst ein kurzes Intro, in welchem der Name des Songs über elektronische Laute geshoutet wird, bevor ein brachiales Gitarrenriff des Setting übernimmt. Der Text in den Strophen wird wieder gesprochen, während uns im Refrain Clean Vocals präsentiert werden.

 

03. Pain

Der namensgebende Track tritt auch wieder mit elektronischen Elementen und gesprochenem Text daher, während im Refrain auf ein Riff gesungen wird, wie wir von den ersten beiden TLB Alben kennen.

 

04. Rock’s Not Dead

Stand up, let me hear you scream: Rock’s not dead!“ Wie viele Songs zu diesem Thema bereits existieren, vermag wohl niemand genau zu sagen, doch ist es der erste, der mit dem „Charme“ von The Letter Black glänzt und sich sogar mit einem, für die Band eher selten auftretenden, Solo schmückt. Der Name ist Programm.

 

05. Kill The Devil

Auch hier präsentiert uns die Band nochmal etwas Neues. Zwar ist der Aufbau im großen und Ganzen wie bei den ersten drei Songs, allerdings hat man hier auf ein recht djent-lastiges Riff gesetzt, was den Song aus den bisherigen zu mindestens ein wenig hervorhebt.

 

06. Meant For You

Elektronische Elemente? Check. Gesprochener Text mit Stimmverzerrer? Check. Ihr versteht worauf ich hinaus will? Langsam aber stetig schleicht sich eine gewisse Eintönigkeit in das Album.

 

07. Alive

Schon die ersten drei Töne des Songs lassen mich erleichtert aufatmen. Im siebten Track des Albums zeigt sich Sängerin Sarah von einer ganz neuen Seite. Der sehr emotionale Gesang wird von einer ruhigen Pianospur begleitet, womit auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung zu den vorherigen Songs geschaffen wird.

 

08. Rise From The Dead / 09. Tear You Apart

Zwei weitere Songs bei denen ich versucht bin, mich in das Muster der Band fallen zu lassen und einfach das Gleiche zu schreiben, was ich schon zuvor schrieb. Beide Tracks funktionieren nach der neuen TLB-Formel funktionieren und das Album zurück in die Eintönigkeit werfen.

 

10. Breathe

Breathe“ könnte man gut als eine Brücke zwischen den beiden ersten Alben und diesem beschreiben. Wir finden all die neuen Elemente wieder, während sich das Quartett aber auch an Altbewährtem bedient. Ebenso bietet der Song auch eine längere Shout-Passage, die wir so von den Pennsylvanians auch noch nicht kennen.

 

11. I Am

Auf der Zielgeraden des Albums steht uns ein recht kraftvoller Track im Weg. Dieser scheint sich stetig weiter aufzubauen, bis er nach einem kurzen Drumfill seinen Höhepunkt erreicht. Definitiv einer der besseren Songs des Albums.

 

12. Holding You

Mit „Holding You“ kriegen wir einen Song vorgesetzt, der genau so hätte auf dem Vorgängeralbum hätte erscheinen können. Ein ruhiger Start mit emotionalem Gesang, der dann von einer The Letter Black typischen Gitarrenspur und klangvollem Schlagzeug abgeholt wird. Trotz seiner sieben Minuten Länge wird der Song an keiner Stelle anstrengend zu hören und gehört zu dem besten, was uns das Quartett in ihrer bisherigen Karriere präsentiert haben.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Pain“ auf jeden Fall einen Stilbruch für die Band darstellt. Das kann man nun sowohl gut, als auch schlecht finden. Wenn sich allerdings etwas mehr als die Hälfte des Albums gleich anhört und sich die Tracks nur durch Kleinigkeiten unterscheiden, ist das keineswegs gut. Das kann auch nicht durch den recht starken Abschluss gerettet werden. Schade!

Gringoz Magazine
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