Bevor ich hier auf das lange erwartete neue Werk eingehe (immerhin 3 Jahre liegt THP nun zurück) eines vorweg an alle Fans der alten Linkin Park Schule: Hört euch das Album besser gar nicht an und behaltet sie in guter Erinnerung und verhindert, dass ihr mit Steinen um euch schmeißt.

Für alle anderen, mit offenen Ohren: Lasst euch überraschen, aber habt keine hohen Erwartungen – zugegeben, nach den Vorabsingles waren die Erwartungen sicher schon nahe der Schmerzgrenze.

Die gute Nachricht:
Ganz so schlimm, wie nach den blamablen Nummern „Battle Symphony“ und „Heavy“ ist es nun nicht geworden.
Die schlechte Nachricht:
Positiv überrascht worden sind wir auch nicht.

Mit der trashigen Nummer „Talking to myself“, die noch ein wenig an den gelungenen Vorgänger „The Hunting Party“ erinnert und der gefühlvollen Ballade „One more Light“ – die definitiv zu unseren Favoriten gehört – ist schon ein wenig für Abwechslung gesorgt. Auch „Good Goodbye“ überrascht uns mit knackigem Rap und einer Hook, die durchaus im Ohr bleibt.Aber hier endet die Liste mit positiv hervorzuhebenden Songs auch bereits. Insgesamt lässt sich das Album zwar schon irgendwie hören, aber das ist im Musikgeschäft eben kein unbedingt positives Merkmal.
Chester zeigt uns seine – definitiv noch vorhandene – gesangliche Klasse in einigen Momenten und unterscheidet seine Songs so trotzdem noch von anderen Acts aus dem Pop-Segment, aber auch hier sind wir von Linkin Park durchaus mehr gewohnt.
Unsere Redaktion war geteilter Meinung, aber wenn ich nur das Intro aus „Nobody can Save me“ oder „Battle Symphonie“ höre, würde ich am liebsten PC samt Boxen im nächsten Ozean versenken. Zu viele unnötige und nervtötende Elektroeinflüsse, die wir zum Beispiel auch auf „Living Things“ gehört haben – dort aber deutlich präziser und hörbarer eingesetzt.
Beim Hören nun daran zu denken, das es sich hierbei ebenfalls um Linkin Park handelt tut einem Fan erster Stunde schon fast im Herzen weh.

So betiteln wir „One More Light“ leider ohne wirkliche Ausnahmen mit „A thousand Suns“ als das absolut grauenhafteste Album der Kalifornier. Aber wir wissen alle, das sich das bei den Jungs schnell ändern kann und so hoffen wir weiterhin auf ein neues Wunderwerk.

Noch einer der besseren Songs, mit Ohrwurmfaktor: Good Goodbye

Gringoz Magazine
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