Mit der Veröffentlichung von „Crooked Teeth“ bleiben Papa Roach ihrem Release Konzept treu und beschenken uns nach gerade mal zwei Jahren Wartezeit mit einem neuen Album. Nicht selten kam in den letzten Jahren die Kritik auf, dass das Quartett aus Kalifornien von Album zu Album softere Töne anschlagen. Inwiefern sich das neunte Studioalbum in diesen Trend einfügt, haben wir für euch herausgefunden.

„Crooked Teeth“ kommt in drei Versionen zu uns. Standardmäßig umfasst das Album zehn Tracks und drei weitere in der Deluxe Edition. Wer sich die Fillmore Edition gönnt, darf auch noch 16 Live Tracks genießen, welche sich bei Papa Roach auch immer lohnen.

Schon beim ersten Durchhören wird klar, dass die Kalifornier versucht haben, eine Brücke zwischen all ihren Alben herzustellen, was ihnen auch gut gelingt. So glänzt das Album in „My Medication“ mit der alten Härte von Infest, während die Singleauskopplung „Help“ sich eher an die Fans von F.E.A.R. richtet und mit „Born For Greatness“ auch komplett neue Saiten aufgezogen wurden.

 

Des Weiteren glänzt die Platte mit zwei Features. In „Sunrise Trailer Park“ gibt Machine Gun Kelly in den Strophen seinen Rap zum Besten, was dem Album nochmal etwas mehr Frische verleiht.

Für „Periscope“ schnappte man sich, wie auch schon im Voralbum, eine weibliche Stimme. Gemeinsam mit Skylar Grey liefert Jacoby Shaddix hier den emotionalsten Track und aus meiner Sicht einen der besten Songs des Silberlings.

Fasst man all das zusammen, lässt sich sagen, dass Papa Roach eines ihrer besten Alben jemals geschaffen haben. „Crooked Teeth“ hängt in der Schwebe zwischen ihren Wurzeln und dem neuen, weniger brachialen Sound, womit dem Hörer wirklich alles geboten wird.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.