Das Egotronic wütend sind, lassen sie uns auf ihrer neuen Platte deutlich hören und spüren. „Keine Argumente“ ist die politischste, polemischste und insgesamt wütendste Platte die es von Egotronic je gab. Die Symbiose von Electro und Punk ist mit dem achten Studioalbum volständig vollzogen worden. Beinahe jeder Song hat ein politisches Thema. Die Zeit des unbeschwerten „Raven gegen Deutschland“ ist vorbei und dem von Zorn getragenem „Deutschland, Arschloch, Fick Dich“ gewichen. Dieses Album spiegelt nicht nur die verschärfte politische Lage wieder sondern ist eine Musik gewordene Demonstation. Bei dieser Platte geht es nicht um Argumente, es geht nicht darum zu diskutieren. Auch das Cover ist ein klares Ja zur Gewaltfrage – gegen Nazis beispielsweise. Jedoch kommt nicht jeder Song so laut daher, „Odenwald“ ordnet sich thematisch dem Album perfekt unter, erinnert vom Sound aber eher an den letzten Hawaiiurlaub bei dem jemand Gitarre und Schlagzeug mitgebracht hat. Mit „Ich weiß die Welt riecht streng nach Pisse“ hat sich sogar ein kleines Liebeslied auf das Album gemogelt.
Produziert und gemischt wurde das Album von Rod Gonzales (die Ärzte), der außerdem auch einen Gastbeitrag im Song „Odenwald“ an der Gitarre hat und dem es zu verdanken ist, dass dieses Album klarer und aufgeräumter klingt. Dabei ist er nicht der einzige Gast den wir auf dem Album hören werden. Auch Jhonny Weltraum der bereits am Longplayer „Lustprinzip“ mitgeschrieben hat, ist auf dem Album in zwei Songs vertreten. Und auch die Frauenwelt kommt nicht zu kurz. Neben Frauenchören hören wir in dem Song „an die Wand“ auch Emelie Krawall. „Scheiße bleibt Scheiße“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Sänger von Alles.Scheize. Trotz aller Veränderungen haben Egotronic dem Album ein weiteres Extra hinzugefügt: Dem Album liegt eine weitere Version in 8Bit bei, das besonders den Fans erster Stunde gefallen dürfte.

Am 19. Mai erscheint das neue Egotronic Album „Keine Argumente“.

 

 

Gringoz Magazine
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