Welcher Soundtrack würde wohl im Hintergrund laufen, wenn das Nimmerland in Aschen liegt? Wenn es nach der Kölner Modern-Metal-Band NEVERLAND IN ASHES geht, eine Mischung aus aggressiven Shouts, harten Gitarren und vielen melodischen Details – denn genau diese präsentiert die Combo auf ihrem neuen, dritten Langspieler Conversations“.

Auf diesem erzählt das Quartett von zwischenmenschlichen Begegnungen und verschiedenen Effekten der menschlichen Psyche – entsprechend düster fällt die Grundstimmung der Platte aus. Teile der Produktion und das Mastering von „Conversations“ fanden in den renommierten Pitchback Studios statt, was man dem Album deutlich anhört – denn der klare, druckvolle Sound lässt keine Wünsche offen. Musikalisch beweisen die vier Herren ein gutes Gespür dafür, Härte, Groove und vereinzelte Synthesizer-Elemente im genau richtigen Verhältnis auszureichern. Minuspunkt sind jedoch die monotonen Vocals, die nur wenige Akzente (z.B. in „Supernova“) aufweisen. Leider macht das die Tracks auf Dauer etwas eintönig und den Hördurchlauf schwerfällig.

Nichtsdestotrotz liefern NEVERLAND IN ASHES hier eine durchaus starke Veröffentlichung, mit der Fans von düsterem, modernem Metal sicherlich auf ihre Kosten kommen.

„Conversations“ erscheint am 19. Mai 2017 in Eigenveröffentlichung.

Gringoz Magazine
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