Im Rahmen der Tour ihres 2016 erschienenen Albums „Seite an Seite“ machte Christina Stürmer am
12.04. Halt im Dortmunder FZW. Der Abend war restlos ausverkauft und das definitiv zurecht. Der Sound im FZW war wie immer überragend und macht es damit nicht umsonst zu einer meiner Lieblingslocations hier im Raum. Davon profitierte auch das Pop-Duo „Soolo“, die mit an Bord waren und den Abend eröffneten.

Unter den Zuhörern kaum bekannt wurde das Duo sehr verhalten empfangen und auf die Frage, wer die Band denn schon kenne, meldete sich bestätigend nur die halbe erste Reihe zu Wort. Die beiden nahmen es mit Humor und als Herausforderung daran zu arbeiten.
FZW Dortmund 12.04.17 mit Christina Stürmer
Mit eingängigen Popsongs, einigen tollen Harmonien und vor allem sehr ehrlichen und direkten Texten konnten sie sich aber durchaus einen Namen machen und waren sicher nicht umsonst im Vorprogramm der aktuell erfolgreichsten östereichischen Künstlerin.  Da kann man auch einige schiefe Töne und das etwas unsichere Verhalten auf der Bühne hinnehmen, zumal es ihr Debutalbum ist und sind wir mal ehrlich: Das zu sehen zeigt doch, das auch Musiker nicht als Profis geboren werden und das macht sie doch noch sympathischer. Mit hochemotionalen Songs und einigen Mitsingpassagen machte das Duo jedenfalls einen guten Eindruck und war definitiv mehr als ein Lückenfüller.

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Wenig später betrat Christina Stürmer dann endlich die Bühne und bereits zu Beginn ihres Acts wussten wir, warum diese Frau aus Österreich so einen Erfolg hat. Es ist nicht nur ihre markante Stimme, die sich ins Ohr prägt, sondern vor allem ihre unglaubliche positive Ausstrahlung, die uns direkt mitriss. Da kann man einfach nur lächeln und fröhlich mitsingen. Spätestens mit dem zweiten Song, dem Titelsong des aktuellen Albums „Seite an Seite“ , war das Publikum voll da und das sollte sich auch über den Abend nicht mehr ändern. Es wurde alles geboten, was man von einer langjährig erfolgreichen Künstlerin erwartet. Natürlich lag der Fokus auf dem neuen Album (-es war ja auch schließlich die gleichnamige Tour zum aktuellen Album), aber dazu kamen Klassiker und alte Schätze von durchweg allen Alben, sodass für jeden etwas dabei war.

Auch als publikumsscheu erwies sich die frischgebackene Mutter einer Tochter keineswegs. So schaffte sie es, sich durch die Menge zu kämpfen und mitten in der Menge mit allen zu singen. Auch für kurze Selfies und Gesangseinlagen der Zuschauer war dann noch Zeit, auch wenn sie sich dadurch etwas aus dem Konzept bringen lies.  Man merkt ihr einfach an, wie viel Spaß sie an der Musik hat und das ist mehr als nur schön mit anzusehen (und natürlich hören).
Mein zweites Highlight folgte wenig später, das Konzert neigte sich langsam dem Ende,  als sie für den Radiohit „Scherbenmeer“ Tom von Soolo mit auf die Bühne holte und aus dem Song ein wunderbares Duett zauberte – definitiv einer jener magischen Momente in der Musikwelt.

Wer also noch nie auf einFZW Dortmund -12.04.17em Konzert der 34-jährigen war sollte sich spätestens jetzt darüber ärgern und es schleunigst nachholen. Wir kommen jedenfalls jederzeit gerne wieder.

Gringoz Magazine
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