Die französische Death-Metal-Band GOJIRA ist zur Zeit mit ihrem Album MAGMA auf gleichnamiger Tour. Dabei haben sie auch in der Hamburger Markthalle einen Zwischenstop eingelegt. Mit dabei sind die New Yorker Band Car Bomb und Code Orange, der Hardcore Punk Band aus Pennsylvania.

 

 

Car Bomb, deren Logo aus Kreisen bzw. Halbkreisen und Dreiecken besteht, eröffnen den heutigen Abend. Im Publikum sind noch große Lücken, die Anwesenden nicken wohlwollend ihre Köpfe zur Musik. Leider ist der Sänger kaum zu hören und auch sonst scheint es einige technische Probleme zu geben. Nach 30 Minuten verlässt die Band schließlich die Bühne.

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Code Orange sind die zweite Supportband an diesem Abend. Die Bühne ist ausschließlich mit roten Scheinwerfern ausgeleuchtet und sehr dunkel gehalten. Der Zuschauerraum ist inzwischen merklich voller geworden. Als die Band die Bühne betritt, herrscht im Raum sofort eine ganz andere Stimmung. Keiner der Band hält auch nur eine Sekunde lang still und diese Energie überträgt sich auch sofort auf das Publikum. Der Bassist springt von links nach rechts und wieder zurück über die Bühne, fordert das Publikum immer wieder zum mitmachen und mit bewegen auf. Die Band schleudert mit ihren Instrumenten um sich. Die Gitarristin, die einzige Frau der Band, steht den Jungs dabei in nichts nach. Sie springt über die Bühne, Headbang und singt – gleichzeitig und das alles mit einer unglaublichen Energie. Der Raum heizt sich weiter auf und der raue, angriffslustige Sound der Band peitscht über das Publikum hinweg. Zwischendurch legen Code Orange immer wieder kurze Pausen ein, in denen sie sich mit dem Rücken zum Publikum stellen und sorgen dadurch immer wieder für Spannung und gleichzeitig für kurze Verschnaufspausen für sich und das Publikum. Der Stimmung tun diese Pausen keinerlei Abbruch, denn das Publikum ist in permanenter Bewegung und mosht ausgiebig. Kein Wunder aslo, das diese Band als neue, vitale Wunderwaffe des Post-Hardcores bezeichnet wird. Die Band entschuldigt sich für die technischen Probleme, die sie gekonnt überspielt haben und daher so gut wie gar nicht aufgefallen sind. Code Orange, die zunächst unter dem Namen „Code Orange Kids“ gegründet wurden, erinnern in keiner Weise an die Kinder, die damals die Band gründeten. Das Quartett ost zu einer technisch versierten, düsteren Hardcore-Punk Band heran gewachsen,deren Sound hart und rau klingt und gleichzeitig kantig und sehr abwechslunsreich daher kommt mit griffigen Hooks und überzeugenden Refrains. Sie überzeigen nicht nur auf der Platte, sondern auch live, durch ihre besonders energiegeladene Bühnenshow.

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Um 22 Uhr beginnt der heutige Headliner seine Show. Das Quartett führt seit nunmehr 20 Jahren die französische Death Metal-Szene an. Ihre Musik beinhaltet jedoch auch Elemente des Thrash, Groove und Progressive Metal, die wir heute erneut spühren werden. Dadurch haben die Jungs sich ihre eigene Niesche innerhalb des Genres aufgebaut. Inzwischen sind auch die letzten Tickets an der Abendkasse verkauft und die Markthalle ist voll bis oben hin. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, die Band holt die Zuschauer dort ab, wo Code Orange sie zunächst zurück gelassen hat. Gojira liefern ein perfektes Zusammenspiel aus Lichtshow, Sound und Bühnenperformance. Auch hier spürt man die Energie der Band. Ab dem ersten Song Crowdsurfen die Leute, die Begeisterung der Fans ist deutlich spürbar. Gitarrist und Sänger Joseph Duplantier versucht mit einigen wenigen Brocken deutsch das Publikum zum Lachen zu bringen. Gegen Ende des Sets gibt es ein längeres Drum Solo, bei dem der Rest der Band kurz durchatmen kann, nur um anschließend wieder Vollgas zu geben.

 

 

 

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Alles in allem ein mehr als gelungener Konzertabend trotz kleineren technischen Problemen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Gringoz Magazine
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