Sie zählen aktuell zu den angesagtesten deutschen Indie-Bands. Die Rede ist von den Kieler Jungs von Leoniden. Vor erst knapp 3 Wochen erschien ihr Debütalbum, welches denselben Namen wie die Band trägt, „Leoniden“ eben. Und um das gebührend zu feiern, gehen die Jungs aktuell auf Tour durch 21 Städte durch ganz Deutschland.

Wir haben es uns also nicht nehmen lassen, die Jungs auf einen ihrer Tourstops im Flensburger Volxsbad zu besuchen. Als wir gegen kurz nach 20 Uhr im Volxbad auftauchen, ist noch relativ wenig los. Ein paar vereinzelnde Personen treiben sich rum, trinken ein Bier an der Bar. Nachdem die Band am Vorband in Kiel gespielt hatte und dass sogar vor ausverkauftem Haus, war die Erwartung also sehr hoch. Ob diese dann auch erfüllt worden ist, dazu später mehr. Langsam füllt sich der Laden und gegen 21 Uhr geht’s dann auch endlich los. Als Support haben die Jungs aus Kiel auf der Tour dabei I Salute aus Berlin. Die beiden Jungs verbinden elektronische Musik mit Rap und Indie-Musik. Etwas, was ich bis dato so auch noch nicht gehört habe. Aber die beiden I Salute kombinieren die Elemente einfach so gut miteinander, dass man ins Träumen gerät. Leider ist das Publikum noch etwas steif, zwischen Bühne und Publikum liegen mindestens 1-2 Meter frei. 35 Minuten gab I Salute alles auf der Bühne und hat wirklich überzeugt, wie wir finden. Nach kurzer Umbaupause und Biernachschub betraten dann auch gegen 22 Uhr endlich Leoniden die Bühne.

Der Club ist mittlerweile ziemlich voll, so wie wir es uns erhofft hatten. Gleich zu Beginn drehen die Boys von Leoniden so richtig auf. Niemand konnte bei der geballten Energie, die die Band auf der Bühne versprühte, noch stillstehen. Die Leute tanzten ausgelassen, hatten Spaß und ein breite Grinsen im Gesicht. Die ganze Band tobte sich so auf der Bühne aus, dass man sich einfach anstecken lassen hat, mit zu tanzen. Der Sänger selbst ging runter ins Publikum und sang dort den Song „1990“, der für die Band ein ganz besonderer Song ist, der sie eigentlich seit Anfang an begleitet und auch zu ihren ersten Songs gehört.  Aber nicht nur der Sänger, nein auch z.B. der Gitarrist gibt alles auf der Bühne. Seine Gitarre trägt er gefühlt mehr auf dem Kopf mit sich umher, als dass er wirklich darauf spielte. Aber genau das ist das, was ich an Live- Konzerten so liebe. Diese Energie, die Band ausstrahlen und man das Gefühl bekommt, das sie einfach Bock darauf haben, ehrliche und handfeste Musik zu machen. Leoniden brauchten keine große Bühne- oder Lichtshow, sondern zogen die Flensburger Gäste- einfach mit ihrer Echtheit- in den Bann.

Fazit: Leoniden ist eine Band, die sich noch Zeit nehmen für ihre Fans. Was man auch daran gemerkt hat, dass sie noch am Merchstand nach dem Konzert waren und für ein Plausch zu haben sind. Aber nicht nur das! Die Jungs zählen zu den Indie-Band Hoffnungen des Jahres 2017. Sie überzeugen musikalisch wie auch bei Liveauftritten. Wer die Jungs nicht kennt, wird sich spätestens dann in ihre Musik verlieben, sobald man sie live erlebt hat. Wir hatten einen tollen Abend und freuen uns schon auf die Sommer- Festivals, wo wir Leoniden bestimmt wiedersehen werden.

Gringoz Magazine
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