Die Münchner Metal-Formation TENSIDE ist vor allem in süddeutschen Raum eine feste Institution der Szene. Seit der Bandgründung im Jahre 2004 haben die vier Herren ganze fünf Studioalben rausgehauen, mit „Convergence“ folgt nun der nächste Streich.

Eins ist gewiss: Wer die bisherigen Langspieler der Combo mochte, findet sicherlich auch Gefallen an „Convergence“. Im Vergleich zum Vorgänger „Nova“ (2013) haben die Herren in Sachen Härte sogar noch eine Schippe draufgelegt. Fette Riffs treffen auf treibende Drums, wutgeladene Growls von Bandkopf Daniel Kuhlemann und vereinzelte Gang-Shouts – einfach schnörkelloser Metal, der mit mächtig Druck aus den Boxen schallt.

Diesem Konzept bleiben die elf Tracks des Albums straight treu, frische Akzente setzen lediglich die Gastvocals von Co-Produzent Christoph von Freydorf (Emil Bulls) in „Army Of The Dawn“ und die epischen Streicher im letzten Track „The Faceless“. So ergibt sich zwar ein homogenes, stimmiges Gesamtbild, jedoch fehlt es dem Album an Abwechslung und musikalischen Alleinstellungsmerkmalen, um aus der Masse hervorzustechen.

Wer einfach nur ein gut gemachtes Metal-Album ohne viele Schnörkel und mit ordentlich Headbang-Potenzial erwartet, wird von „Convergence“ definitiv nicht enttäuscht. Die Herren verstehen ihr Handwerk und auch die fette Produktion, bei der Annisokay-Gitarrist Christoph Wieczorek für den Mix zuständig war, weiß zu überzeugen. Musikalische Eigenständigkeit zeigen TENSIDE mit dieser Platte allerdings nicht.

„Convergence“ erscheint am 13. Januar 2017 via Ivorytower Records.

Gringoz Magazine
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