In Stuttgart ist in Sachen Metal und Hardcore nichts los? Von wegen! Okay, die Schwabenmetropole ist zwar wahrlich nicht unbedingt das Zentrum der Szene, aber dass der lokale Underground deswegen noch längst nicht still steht, haben am vergangenen Wochenende gleich vier aufstrebende Core-Acts der Region im Stuttgarter Club Zentral bewiesen: BREAK DOWN A VENUE, BETWEEN THE WORLDS, MEL T. EYES und VENERA.

Letztere eröffneten pünktlich um 20 Uhr das Feuer – und dafür, dass es noch so früh am Abend war, sollte dieses bereits ordentlich lodern! VENERA brachten mit ihrer energiegeladenen Mischung aus Post-Hardcore und Pop-Punk ordentlich Bewegung vor die Bühne und sorgten so für einen mehr als gelungenen Einstand.

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Eine Ladung Pop-Punk zum Beginn: VENERA ließen niemanden still stehen.

Im Anschluss ging es mit MEL T. EYES, einer fünfköpfigen Combo aus Heilbronn, weiter. Auch wenn die Jungs den atmosphärischsten, melancholischsten Sound des Abends präsentierten, sollte dies der Stimmung keinen Abbruch tun – hier waren merklich viele Fans der Combo anwesend, die jeden einzelnen Song gebührend feierten.

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MEL T. EYES begeisterten mit atmosphärischen Hardcore-Klängen.

Nun wurde es Zeit für eine Premiere – BETWEEN THE WORLDS aus Stuttgart spielten ihre erste Show überhaupt. Diese Tatsache merkte man den fünf eingefleischten Musikern, die zuvor bereits in anderen Combos aktiv waren, jedoch kaum an. Mit Bravour meisterten die Metalcoreler ihre komplett aus der am selben Tag erschienenen Debüt-EP „A New Beginning“ bestehende Setlist und hielten den Club Zentral mühelos auf Betriebstemperatur. Erste Show und Record Release: Check!

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BETWEEN THE WORLDS setzten bei ihrer ersten Show ein fettes Ausrufezeichen.

Auch für BREAK DOWN A VENUE, den Headliner des Abends, gab es Grund zum Feiern: Im September erschien die neue EP „My True North“, deren Release die sechs Stuttgarter nun gebührend mit einer nachträglichen Record-Release-Show in der Heimatstadt zelebrieren wollten. Gesagt, getan: Nachdem das Sechsergespann zu einem ausgedehnten Instrumental-Intro die Bühne enterte, feuerte es ohne Umschweife eine Mischung aus neuen und alten Tracks der selbstbetitelten Debüt-EP ab, wobei sich das Publikum bei allen Songs als enorm textsicher und bewegungsfreudig erwies. Die Power, die dem Sextett auf Platte vielleicht an ein oder anderer Stelle fehlt, kommt live umso mehr zur Geltung, besonders das Wechselspiel von Shouter Robin und Sängerin Nyves zündet ordentlich. So stellt man sich eine Hometown-Show vor.

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Für den finalen Abriss sorgten BREAK DOWN A VENUE.

Wir fassen zusammen: Stuttgart erlebte mit BREAK DOWN A VENUE, BETWEEN THE WORLDS, MEL T. EYES und VENERA vier hochkarätige Nachwuchsbands, die den gut gefüllten Club Zentral ordentlich zum Brodeln brachten. Wir hoffen (und gehen stark davon aus), dass man von diesen Combos noch viel hören wird. Eins haben sie jedenfalls schonmal bewiesen: Die Stuttgarter Core-Szene lebt!

Fotos: Pia Böhl / Gringoz Magazine

 

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