Wer KoRn nicht kennt, hat eindeutig zu wenig mitbekommen, denn die Jungs bereisten schon die ganze Welt und landeten mit einigen Hits in den Charts. Besonderer Vorreiter war der Track „Did My Time“ mit Angelina Jolie im Video. Die letzten Jahre wurden KoRn durch mehrere Richtung geprägt und gingen ab von ihrem klassischen Sound, umso gespannter war ich auf deren neues Album „The Serenity Of Suffering“.

 

 

Insane: Bei dem Song schlägt das Fanherz erstmal höher, denn KoRn melden sich mit ihrem alten Sound zurück. Ein eher sanfter Gitarrensound wird schnell aufgebrochen durch derbe verzerrte Gitarren, den blechernden Bass und ein growlender Schrei von Jonathan. Es erfolgt mehrfach das Spiel zwischen melodischen Teil mit Gesang und derben Sound mit Growlen.

Rotting in Vain: Auch dieser Song geht erst etwas leise los und wird wieder aufgebrochen mit einer harten Klangwand, bei der man einfach nicht still halten kann. Rotting in Vain ist ein eher melodischer Song, doch überrascht wird man ab 2 min 38 sec., denn hier legt Jonathan mit seinem ursprünglichen typischen Lauten los, wie bei „Twist„.

 

 

Black Is The Soul: Nun wirds etwas entspannter, denn hier spielt ein verhältnismäßig sanfter Ton, welchen das Gefühl gibt in eine mystische Traumwelt einzutreten. Schon der Titel ist sehr düster gehalten und trifft auf den Punkt, wenn man in den Text reinhört. Ab der guten Mitte des Songs erfolgt ein Breakdown, wo alle Instrumente für eine extrem schmerzende und düstere Stimmung sorgen und der Gesang es mit den Worten „Why we going this way?“ zusätzlich untermalt.

The Hating: Mit „The Hating“ ruft Jonathan durch ein Mikro, was seine Stimme wie in den 50ern erklingen lässt und mit einzelnen Gitarrensaiten begleitet wird. Nach ein paar Sekunden setzen alle ein, vor allem der tiefe Bass von Fieldy ist hierbei zu spüren. Hierbei wird man stark an das Album „See You On The Other Side“, mit welchen die stark melodischen Parts und neuen Einflüsse begannen, erinnert. Am Ende findet ein nahtloser Übergang zum nächsten Song statt.

A Different World (feat. Corey Taylor): Das wir das nochmal erleben dürfen, Corey Taylor (Slipknot) gemeinsam mit Korn, ein Traum wird wahr. Das werden sich wohl einige gedacht haben, als sie den Song gesehen haben. Und dann auch noch so ein fetter Song, denn die rhythmischen Parts werden mehrfach aufgelöst durch die düsteren Riffs von Munky, Head und Fieldy. Zu Beginn untermalt Corey mit seinem Growls und zeigt sein Stimmchen in Sprechgesang ab der 2. Minute. Im gesamten wirkt der Song eher nachdenklich und traurig.

 

 

Take Me: Es wird ein wenig poppiger, ja wenn nicht sogar tanzbar. Korn dachten sich wohl wir bringen mal etwas Abwechslung rein. Zwar bleiben sie in ihrem Stil, aber durch die abgestoppten Gitarren wirkt das ganze zu Beginn sehr auflockernd. Ein kurzer Break mitten im Song mit den Worten „I Feel It Calling … Me“ begleitet von einer schleichenden Melodie mit einem kurzen Ausraster.

Everything Falls Apart: Und nochmal ein kleiner Ausflug zum Album „See You On The Other Side“, denn auch hier kommt dieser Klang wieder durch, jedoch mit etwas härteren Zwischenparts, die für ordentlich Druck in den Ohren sorgen. Völlig durchdrehen tun die Jungs ab der Mitte, denn Jonathan singt die ganze Zeit „There is nothing in my head“ und der Rest bringt den klassischen zum durchdrehen Kornsound bis zu einem gewissen Höhepunkt, wo wieder der melodische Teil einsetzt und am Ende nochmals kurz verrückt wird.

Die Yet Another Day: Hier wirds etwas verspielter, mit kleinen Gitarrensolos und unterschwelligen Bass tritt eher der Gesang in den Vordergrund. Im gesamten wirkt dieser Song positiv und aufbauend, was wohl auch an der Message liegt, noch nicht von dannen zu gehen, sondern hier zu bleiben. Auch hier gibt es wieder einen krassen Break, in dem nur unterschwellige Klänge neben dem Gesang ertönen.

When You’re Not There: Es wird wieder laut und hart. Im Gegensatz zu den anderen Songs geht’s hier gleich richtig derb los und wird mit kleinen Zwischenteilen rhythmisch. Doch überwiegen hier mehr die brachialen Parts, in denen man einfach in den Mosh springen will. Ein extravagantes Basssolo erwartet einen bevor alle kräftig mitziehen und bis zur Eskalation spielen.

Next In Line: Die ganze Zeit habe ich schon auf die typischen Schreie von John gewartet und jaaa sie kommen, zwar nur kurz aber immerhin. Anfänglich denkt man das einem der Song eher unendlich lang vorkommt, da alles sehr langgezogen wirkt. Doch die Überraschung kommt denn mit einem Rap überrollen Korn einen kurzzeitig bevor es wieder in die übliche Melodie geht.

Please Come For Me: Ein schöner Abschlusssong wie ich finde, denn hier kommen die feinen Gitarrenklänge zum Vorschein wie bei „Falling Away From Me“, zudem geben alle nochmal richtig Gas.

Fazit: Ein schon viel zu lang erwartetes Album für einen Fan, denn KoRn haben ihre Wurzeln wieder gefunden und überzeugen in voller Linie damit. Natürlich hätten noch ein zwei Punkte besser sein können, aber im Vergleich zu den letzten Vorgängern ist es eine grandiose Platte. 

 

Tourdates:

24.03.2017 – Stuttgart / Hanns-Martin-Schleyer Halle

25.03.2017 – Düsseldorf / Mitsubishi Electric Halle

27.03.2017 – Hamburg / Sporthalle Hamburg

28.03.2017 – Berlin / Velodrom

02.04.2017 – München-Freimann / Zenith, die Kulturhalle

Gringoz Magazine
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