was haben uns die Thüringer denn da bitte gezaubert? Nach der Veröffentlichung der ersten Single Downshifter für das kommende Album WANDERER war von vorne herein eines klar: Das Thema muss bei diesem Albumtitel breiter, gigantischer und gar fast uneinfangbar sein.

Nach dem absolut genialen VETO (2013) sind die Erwartungen natürlich groß gewesen, doch wieder einmal beweisen uns Heaven Shall Burn, dass man nicht nur wie beim Vorgänger einen direkten Schlag in eine Richtung einnehmen kann, sondern auch auf einem breiteren Spektrum durchaus überzeugen kann und dabei seinem Stil stets treu bleiben kann.

WANDERER ist ein Meisterwerk, wie es im Genre wahrscheinlich die nächsten Jahre noch als Messlatte dienen kann – breite Gitarrensounds, durchschlagende Drums und eine von Wut gepeitschte, aber dennoch reinere Stimme von Frontmann Marcus Bischoff verleihen dem Album eine musikalische Note, die uns sofort an die ersten Lamb of God Alben erinnert – großartig!

Die Kirsche auf der Torte bildet wahrscheinlich das Featuring mit Corpsegrinder George Fisher, der dem Song Prey to God zu einem schnellen und brachialen Meisterwerk verwandelt.

Ein wirkliches Highlight gibt es auf WANDERER nicht – viel mehr ist es das gesamte Konzept, welches als breites Thema für sich überzeugt – wieder zurück auf Anfang, seine Sichtweise aus der Ferne betrachten und das alles in einem puren Erdbeben einzufangen, welches hoffentlich schon nächstes Jahr auf die Festivalwiesen in ganz Deutschland losgelassen werden kann.

WANDERER ist bei weitem kein geistiger Nachfolger von VETO, brauch es aber auch nicht! Wir ziehen unseren Hut vor diesem Schritt und freuen uns schon darauf, diesen gewaltigen Sound auf der großen Bühne zu betrachten!

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.