Neuer, frischer – aber im Herzen immer noch die gleichen! Auch 2016 geht die Brachialromantik genauso packend weiter, wie Fans es kennen und lieben.

Nachdem die letzten 2 Jahre aufgrund großer Besetzungswechsel natürlich mit Obacht beobachtet wurden, tut die neue Konstellation ovn Letzte Instanz ihren Kurs halten und brachten mit Liebe im Krieg ihr mittlerweile 12. Studioalbum raus.

Verspielt wie gewohnt aber dennoch auf seine Weise erwachsen zieht sich das 12 Tracks starke Album durch ein Themanegebiet, was genauso Gegenteilig ist wie die oben genannten Eigenschaften des Longplayer´s – Liebe im Krieg.

Der Sound setzt hierbei auf ein breiteres fast poppiges Spektrum, was zwar Stellenweise schon einen kleinen Blick auf den Mainstream werfen könnte, im inneren aber sich selber treu bleibt und alteingesessene Fans sicherlich nicht vergraulen wird. Grund hierfür könnte natürlich der Ausnahme-Produzent Markus Schlichtherle sein, der vorallem Bands wie Christina Stürmer und Callejon produziert. Dennoch ist die Kombination gelungen und macht auch beim 3. Durchgang spaß!

 

Das breite Spektrum des Albums sollte aber auf garkeinen Fall nur auf den Sound bezogen werden, auch musikalisch bietet Liebe im Krieg eine klanghafte Achterbahnfahrt, welche keine Emotion außen vor lässt.
Die zu Anfang ziemlich rythmischen Songs gehen problemlos über in tiefere Meisterwerke bis hin zu emotional ansprechende Balladen, die auch im Nachklang noch für Gänsehaut sorgen.

Einziger Kritikpunkt hier wäre die Tracklist selber, an den Songs selber gibt es nichts auszusetzen, jedoch wirkt der gewählte Faden durch das Album an einigen Stellen etwas gewagt. Teils gehen ganze Songpassagen etwas unter, wirken fast gelangweilt, wenn zuvor ein schnellerer Ohrwurm unsere Gehörgänge durchkämmte – das soll dem Gesamtkonzept des Albums aber nicht schaden und zieht wohl ein breiteres musikalsiches Spektrum so mit sich.

Passend zum Album Release werden die Jungs im Oktober/November eine kleine Tour in Deutschland und Österreich spielen – Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.