3 Jahre ließen uns die christlichen Rocker von Skillet auf das neue Werk „Unleashed“ warten. Seit August ist es endlich erhältlich, wir haben natürlich bereits reingehört.

 

Insgesamt 12 neue Songs präsentieren uns die Amerikaner dieses Mal und bieten dabei, wie auch auf dem vorigen Album, ein breites Spektrum an alternative Rocksongs mit vielen elektronischen Einflüssen, die dieses Mal auch durchaus an klassische Popsongs erinnern. Dazu viele einfache, aber eingängige Rythmen, die sicher auch das ein oder andere Tanzbein in Bewegung bringen können.

Gerade viele der tanzbaren Songs sind aber leider äußerst austauschbar, bieten wenig individuelle Feinheiten und lassen das vermissen, warum wir Skillet lieben gelernt haben. Gefühlvolle Passagen, die spätestens im Chorus in hymnische, aber emotionale Rocksongs münden, sind auf „Unleashed“ eher rar. Einzig „I want to live“ überzeugt auf ganzer Linie und spiegelt genau das wieder, was wir gern öfter hören würden. Die grandiose Kombination der Gesangsstimmen von Cooper und Ledger überzeugen auf ganzer Linie und zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie klassische Instrumente, wie Violinen oder Cellos, in moderner Rockmusik funktionieren. Einfach großartig!.

Auch der Up-Temposong „Back from the dead“ kann mit eingängiger Melodie und einem mitreißenden Chorus überzeugen und hebt die Stimmung beim Hören der Platte merklich. Insgesamt fällt das Album für die Verhältnisse von Skillet nämlich leider zu trashig und radioorientiert aus. Überragende, emotionale Momente, die beispielsweise auf „Awake“ prägend waren, fallen den modernen, mitunter elektronischen, Einflüssen zum Opfer und kommen merklich zu kurz.

Allerdings geht die Band damit auch neue Wege und folgt aktuellen Trends.(Ob das immer nur positiv ist sei mal dahingestellt) So sind mit „Famous“ und „Saviors of the world“ auch zwei Songs enthalten, die sich in einigen Alternativen Nachtclubs als mehr als tanzbar erweisen könnten. Und so kann man auch diesen Songs etwas abgewinnen.

Für den typischen Skillethörer ist das Album allerdings sicher erst einmal gewöhnungsbedürftig und auch wir können eine kleine Enttäuschung nicht unterdrücken. Allerdings sind dennoch einige überzeugend starke Stücke vorhanden, die das Urteil dann doch milde stimmen.

 

Anspieltipps: I want to live, Back from the dead, Undefeated

Gringoz Magazine
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