Ein frischer Wind weht aus dem sonnigen Australien, mit buntgemischter Stilrichtung machen sich The Bennies einen Namen, der rasch mit deren neuem Album „Wisdom Machine“ wächst.

Ja wo fang ich denn an…Im ersten Moment war ich sehr verwirrt und habe verzweifelt versucht die Jungs in eine bestimmte Stilrichtung zu stecken, jedoch keine Chance, denn The Bennies haben ihren ganz speziellen Stil, der einfach nur Spaß macht an zu hören und jedesmal für eine Überraschung sorgt. Sie selbst beschreiben ihren Stil auf Facebook wie folgt: „Psychedelic Reggae Ska Doom Metal Punk Rock From Hell“, ich glaube spätestens jetzt wisst ihr was ich meine.

Im Jahr 2011 brachten Anty, Jules, Bowie und Craig ihr erstes Album „Party!Party!Party!“ raus und zeigten das sie sich nicht anpassen, sondern ihre eigene Richtung kreiert haben. Darauf folgten bis 2014 weitere  EP’s und LP’s, welche auf neues Material hoffen ließen. Dieses Jahr war es soweit, mit „Wisdom Machine“ haben sie den internationalen Durchbruch geschafft und kommen auch zu uns nach Deutschland.

 

Schon mit dem ersten Song des neuen Longplayers fühlt man sich in eine frühere Zeit versetzt, denn das Geräusch eines suchenden Internetrouters oder eines alten Faxgerätes ist mir nur allzu bekannt und entlockte mir ein leichtes schmunzeln. Mit „ Heavy Reggae“ hatten mich die Jungs neugierig gemacht, welche Überraschungen oder gar bekannten Geräusche zu hören sein werden. Nachdem der Longplayer eher ruhig beginnt, startet die Party mit „Party Machine“ definitiv. Ein Song voller Power, der zum kompletten ausrasten vor lauter guter Laune einlädt und für stimmungsreiche Nächte sorgen könnte. Das australische Radio sieht es genauso, so läuft der Song rauf und runter, dabei hätte es den Hit fast nicht gegeben. Der Partyhit, welchen Anty Horgan als „ekelhaften Party-Banger“ bezeichnet, entstand gerade mal drei Tage vor der Studiosession. Glücklicherweise bekamen die Jungs viel Inspiration vom Psyfari (Trance-Festival), womit der Fan-Favorit geboren war und zugleich für ausverkaufte Clubs in Australien sorgte.

 

Und nein, in dem Album geht es nicht nur um Party, sondern es werden auch aktuelle Themen wie z.B. Korruption angesprochen. Bestes Bespiel ist „Corruption“, welches stark von Black Sabbath beeinflusst wurde. Hierbei schlagen die Ausstralier eher nachdenkliche Töne des Stoner an, aber witziger weise macht das Lied nicht etwa depressiv. Die reggaemäßige Untermalung sorgt für die nötige Auflockerung, dabei bekommt der Titel noch mehr Tiefe. Zum anderen singt Anty über persönliche Erfahrungen, was man in dem Song „O Brother, Where Art Thou?“ sehr deutlich herauszuhören ist und zeigt wie vielseitig deren gemeinsame Einflüsse sind.

Nun mal zum Cover: Es ist bunt, es ist crazy, es leuchtet, es fällt einem einfach sofort ins Auge, überall leuchtende Farben, die gute Laune und Sonnenschein vermitteln. Gut durchdacht erarbeiteten The Bennies das psychedelische Artwork in Zusammenarbeit mit Chris Cowburn (Drummer und Grafiker der The Smith Street Band) und Geoffrey Horgan, dem Vater von Sänger Anty. Zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig aber einfach perfekt für das Album.

The Bennies Wisdom Machine
 

Fazit: Ein Album das die Fähigkeit von The Bennies verschiedenste Genre zu einer explosiven Mischung zu verknüpfen aufzeigt und einem mit jedem Titel immer wieder auf‘s neue überrascht. Egal welche Musikrichtung man hört, in dieses Album sollte man einfach mal reinhören, denn die Jungs zeigen was es heißt Musik aus Liebe zu machen und sich dabei nicht einer bestimmten Gruppierung unterzuordnen. Wenn das Album schon so facettenreich ist, dann denke ich können die Liveauftritte das Ganze noch mehr zuspitzen und man darf gespannt sein was The Bennies in der Zukunft erbringen werden.

Tourdates:

22.04. DE – Berlin – Cassiopeia, Uncle M Fest 2016

23.04. DE – Münster – Skaters Palace, Uncle M Fest 2016

24.04. BE – Antwerpen – Toerclub

25.04. DE – Hamburg – Hafenklang

26.04. DE – Chemnitz – Subway To Peter

27.04. DE – Göttingen – Exil

28.04. DE – Bamberg – Live Club

29-30.04. BE – Meerhout – Groezrock Festival

02.05. DE – München – Unter Deck

03.05. DE – Stuttgart – Goldmarks

05.05. FR – Selestat – Le Tigre

07.05. UK – Bristol – Deadpunk Festival

08.05. UK – Cardiff – The Moon

09.05. UK – Leeds – Wharf Chambers

10.05. UK – Dundee – Buskers

11.05. UK – Glasgow – Audio

12.05. UK – Manchester – Gullivers

13.05. UK – Nottingham – JT Soar

14.05. UK – London – The Barfly

15.05. UK – Brighton – The Hope

Gringoz Magazine
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