Welcome to Dresden im Alten Wettbüro – ab 20 Uhr war Einlass und es tummelten sich schon einige Leute vor bzw im Club, wobei das Publikum bunt gemischt war. Sowohl Fans der Hardcoreszene als auch Fans des Raps und Hip Hops waren anzutreffen. Nachdem es schleppend mit den Vorbands begann, sorgten Astroid Boys für den nötigen Abriss. 

Also erstmal zur Location, das Alte Wettbüro war komplett ausverkauft und dennoch konnte man gut einen Platz erhaschen um etwas zu sehen, eher klein und gemütlich ging es zu. Von den Lichteffekten bzw der allgemeinen Beleuchtung kann man nicht von Begeisterung reden, denn einzig zwei kleine Strahler sorgten für Licht, was einem leider nicht ermöglichte von hinten viel zu sehen bzw es auch eher langweilig wirken ließ. Zu vergleichen ist es mit einer Abendbeleuchtung in der Stube. Der Eintrittspreis ist für mein Empfinden ok, doch nachdem man mit den Vorbands bekannt gemacht wurde, empfinde ich den Preis doch für etwas erhöht.

Nun zu den Vorbands bzw. Rappern. Eröffnet wurde die Tour durch Rapper Daniel G., welcher sehr entspannt rüber kam und die Leute nur sehr schwer zum bewegen aufforderte. Ein Blick in die Menge und man merkte sofort, dass jeder nur auf den nächsten Act wartete. Stellt euch vor ein großer, dicklicher Rapper steht vor euch und rasselt seine Texte herunter mit musikalischer Untermalung des DJ’s.

Nachdem die Pause weiter vom DJ gefüllt wurde und doch der ein oder andere Gast sich darüber freute und ein paar Moves auspackte, begab sich Rapper Manga auf die Bühne. Er sorgte schon für mehr Stimmung und einige Köpfe sah man auf und ab wippen zum Beat. Jedoch wartete man immernoch verzweifelt auf die Partystimmung. Nach und nach lockerte sich die Stimmung und die Gäste bewegten sich mit.

Wieder gab es kleine auflockernde Hits vom DJ und die Leute rannten nochmal schnell raus auf ein Kippchen oder Bierchen. Nach ca. 15 min füllte sich der Raum wieder und man kam kaum noch vor zur Bühne. Es wurde immer kuschliger in der Menge und man merkte wie allmählich die Meute unruhig wurde. Es war Astroid Boys-Time. Die Jungs gingen im gemütlichen Gang auf die Bühne und begaben sich in eine Hockposition, während vom DJ „Posted“ eingespielt wurde. Mit einer lautstarken Begrüßung und mit der Aufforderung zu Springen, begleitet von schnellen Rapparts begann das Publikum durchzudrehen. Die Stimmung war schon nach dem ersten Song extrem aufgeheizt und das hielt bis zum Ende der Show an. Es eskalierte zwischenzeitlich so stark, dass Boxen von der Bühne fielen. Mehrfach sprangen die Jungs von Astroid Boys in die Menge rein und hangelten sich an Stangen über die Menge oder moschten während sie rappten mit. Astroid Boys wissen einfach wie man die Stimmung aufheizt und Party macht. Besonders erfreut waren die Leute über die zwei neuen Songs namens „Fall Back“ und „Ghost“ und einen damit kommenden Album. Kleine Lacher während der schau gabs ebenfalls, da sie über Liebessongs rappten und dies ins lächerliche zogen. Die Stimmung war extrem ausgelassen und voller Energie. Am Ende gab es keine Bühne mehr, denn Publikum und Astroid Boys waren eins. Als krönenden Abschluss spielten sie „Dusted“, danach waren alle völlig aus der Puste und es war eine elende Hitze im Club. Ziemlich schnell leerte sich der Club und einige tummelten sich noch am Merchstand, wo man mit einem Teil von Astroid Boys noch reden konnte.

Fazit: Astroid Boys waren der Wahnsinn, jedoch die Vorbands eher lasch. Die Location war top, wobei die Beleuchtung bzw Effekte definitiv mehr ausgebaut werden könnten, womit ich sagen muss, dass der Preis leider nicht gerechtfertigt ist. Dennoch würde ich Astroid Boys jedem wieder empfehlen, dann aber lieber in Begleitung mit anderen Vorbands.

Gringoz Magazine
Gringoz Magazine