Wolf Down haben sich am 5.Februar 2016 mit ihrem zweiten Album „Incite & Conspire“ zurück gemeldet, welches die Jungs derzeit auf Tour mit Stick To Your Guns zum Besten geben.

Etwas verwirrend und doch so passend führt euch das Intro „Barricade Fever“ in die Welt von Wolf Down ein. Dabei wirkt es wie eine Zusammenführung einer Gemeinschaft in früheren Zeiten, ganz nach dem Motto schaut nicht weg und haltet zusammen, kämpft um eure Leidenschaft, um euer Dasein. Wie der Name des Longplayers schon sagt, ‚Anregen und Konspirieren‘, und dieses Motto zieht sich durch das gesamte Album, wobei es wirklich Spaß macht die Texte genauer zu betrachten.

Cover Final
 

Nachdem man beim Intro eher das Gefühl hatte, um gefühlte 50 Jahre zurück versetzt worden zu sein, wird man mit „Against The Grain“ direkt in die heutige Hardcore-Generation zurückgeholt. Mit brachialem Klang aus Gitarren, Bass und brutalem Schlagzeug, sorgt Sänger Dave für die Message und das Feeling in jedem einzelnen Zuhörer. Schon mit diesem Titel kritisieren die Jungs , die heutige gleichgültige und stillstehende Welt, in welcher Ignoranz an vorderster Front steht. Sie regen die Menge an, gegen den Strom zu laufen und ihrer Leidenschaft treu zu bleiben.

Mit ihrem nächsten Song „Protect/Preserve“ bekommt man gleich richtig Lust, im 2Step abzugehen oder gar einen Mosh zu starten. Hierbei spürt man die Wut darüber, dass alles allmählich kaputt geht und dem Mainstream verfällt. Die 5 Jungs aus dem Ruhrpott versuchen die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass die heutige Szene stark gespalten ist durch die Großkonzerne, welche nur auf Profit arbeiten. Sie wollen den wahren Kern der HC-Szene erhalten und äußern dies in einigen ihrer Songs mit Ansagen wie: We have to protect/We have to preserve/We have to protect / For the sake of this earth / And generations to come“.

Normalerweise könnte ich jetzt jeden einzelnen Song mit deren Texten auseinander nehmen, doch dann würde ich euch jedes mal das gleiche erzählen. Es wird sehr schnell deutlich, was Wolf Down vermitteln möchten und das sie sich von den üblichen Straight Edge distanzieren wollen. Dave singt nicht über verganes Essen oder ähnlichem, sondern er kritisiert die Gesellschaft, was ich echt bemerkenswert finde.

Die erste Singleauskopplung sind im Player zwei Songs von den 11 Titeln. Im Video verdeutlichen die Ruhrpotter nochmal exakt die Message, die sie in jedem einzelnen Song wieder aufgreifen:“Incite & Conspire„. Es wirkt wie eine Aufforderung aktiv zu werden und gegen den Mainstream zu kämpfen. Aber überzeugt euch einfach selbst. Ich persönlich finde es richtig fett gemacht, da die gewisse Aggressivität und der Wille rüberkommt. Musikalisch gibts dabei kein Defizit.

 

Hier nochmal ein kleiner Rückblick auf Wolf Down, da sich gesanglich die Neubesetzung durch Sänger Dave im Jahr 2014 stark verändert hat. „Stray from The Path“ aus dem gleichnamigen Album, damals noch mit Melissa.

 

Als Fazit kann man sagen, dass Wolf Down trotz neuer Bandkollegen ihrem musikalischen und textlichem Stil treu geblieben sind. Jeder wer auf Hardcore abfährt und sich für die Szene einsetzen will bzw. die Situation  genauso kritisch sieht wie die Jungs, sollte mit dem Album bestens vertraut sein. Denn treffender hätten sie es nicht machen können. Musikalisch ist es einfach mal feinster Hardcore, der Bock macht auf Konzerte und Festivals, wo man seiner Wut freien Lauf lassen kann. Ich persönlich liebe Hardcore und deshalb gehört dieses Album ab sofort mit zu meiner Playlist. Checkt es selbst aus, denn reinhören lohnt sich.

Gringoz Magazine
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