Bob Dylan live in concert!

Bob Dylan gilt ohne Zweifel als wichtigster einzelner Interpret der Rock-Ära, als Inkarnation einer
Gegenkultur und Songschreiber des Jahrhunderts. Der Ausnahmekünstler bedeutet „für die Popmusik
das Gleiche wie Einstein für die Physik“, schrieb das US-Nachrichtenmagazin Newsweek. Die
überragende Bedeutung von Bob Dylan fand auch in der Verleihung des Nobelpreises für Literatur
Ausdruck, den er als bisher einziger Musiker erhielt. Die zahlreichen Grammy-Auszeichnungen, auch für
sein Lebenswerk, dokumentieren die große Anerkennung des genialen Singer/Songwriters in der
Musikwelt. Im Frühjahr 2018 kommt der Wegbereiter der Folk- und Rockmusik, dessen Gesamtauflage
mehr als 110 Millionen Tonträger beträgt, zu Live-Konzerten nach Deutschland. Zwischen dem 12. und
23. April gastiert er in Ulm/Neu-Ulm, Leipzig, Krefeld, Bielefeld, Nürnberg und Baden-Baden.
Bob Dylan erfand sich immer wieder neu, wandelte sich, wechselte die Richtung, tauchte ab, um dann
erneut kometenhaft aufzusteigen. Dylan ließ sich nicht vereinnahmen, er bestimmte Tempo, Rhythmus
und Inhalt. Er definierte mit seinen Songs Ideale, Ängste, Stimmungen von Generationen. Die Poesie
seiner Texte und die Lyrik seiner Lieder verliehen ihm literarische Qualität, seine scharfe
Beobachtungsgabe und sein politisches Verständnis machten ihn zum natürlichen Sprachrohr der
Jugend, deren Aufbruch er in den 60er Jahren mit initiierte und begleitete.

Dylan-Songs sind nicht nur Klassiker, sondern lebensnahe Dichtung. Viele von ihnen sind in die
amerikanische Literatur eingegangen: „The Times They are A-Changin’ “, „Blowin’ in the Wind“, „Like a
Rolling Stone“, „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“, „Chimes of Freedom“ – um nur einige zu nennen.
„Blowin’ in the Wind“, der wohl bekannteste Song aus der Feder von Bob Dylan, beschreibt das
Lebensgefühl seiner Generation. Dieses Lied, in den frühen 60er Jahren geschrieben, von unzähligen
Künstlern wie Joan Baez oder Pete Seeger interpretiert, begründete seinen Mythos. Die New York Times
bezeichnete ihn als „Shakespeare des 20. Jahrhunderts“. Bob Dylan, der eigentlich Robert Allen
Zimmerman heißt, in dem Dorf Duluth (Minnesota) geboren wurde und in der nahegelegenen
Grubenstadt Hibbing aufwuchs, erzielte eine Wirkung wie vor und nach ihm kein zweiter Protagonist der
Popkultur. Seine Texte befreiten die Rockmusik von ihrer Banalität. „Erst nachdem ich Dylan intensiv
gehört hatte, achtete ich peinlich genau auf Texte, auf Aussagen“, gestand sogar John Lennon.

Bob Dylan gilt als „das Gewissen seiner Zeit, die er mit archetypischen Song-Chiffren prägte“ (Time) und
für die er 1980 seinen ersten Grammy erhielt. 1993 konnte er einen Ehren-Grammy für sein Lebenswerk
entgegennehmen, hielt Einzug in die legendäre „Hall of Fame“, wurde mit der Ehrendoktorwürde
ausgezeichnet und führte Regie bei cineastischen Seitensprüngen. Dylans Tourneen „werden bejubelt,
als sängen Jesus und Marx gemeinsam oder seien die Beatles auferstanden“, urteilte Newsweek. Kaum
ein wichtiger Musiker, der ihm nicht in irgendeiner Form Tribut zollte.
Seine erste LP bestand überwiegend aus Fremdmaterial, eine Reminiszenz an sein Idol Woody Guthrie.
Eigenkompositionen, vor allem politische Botschaften, sind die Inhalte der nachfolgenden Platten, als
der Vietnamkrieg und die Studentenunruhen Mitte der 60er ihren Höhepunkt erreichten. Beim Newport
Folkfestival 1965 sorgte Bob Dylan schließlich für den Eklat, als er seine Gitarre elektrisch verstärkte und
damit den Folkrock begründete. Seine in Platten gepresste Lyrik wurde zum Bestseller. Seitdem gilt
Dylan als Prophet der populären Kultur.

Seine Memoiren „Dylan’s Chronicles – Volume 1“ waren ein weltweiter Bestseller und rangierten 19 Wochen in der „The New York Times“-Bestsellerliste. Er wurde für seine „tief greifende Bedeutung für
die Populärmusik und Amerikanische Kultur“ mit einem Pulitzer-Spezialpreis ausgezeichnet.

BOB DYLAN AND HIS BAND
Do. 12.04.18 Ulm/Neu-Ulm Ratiopharm Arena
Mi. 18.04.18 Leipzig Arena
Do. 19.04.18 Krefeld Königspalast
Sa. 21.04.18 Bielefeld Seidenstickerhalle
So. 22.04.18 Nürnberg Frankenhalle
Mo. 23.04.18 Baden-Baden Festspielhaus

About The Author

Eine Italienerin in Franken. Popkulturelle Geisteswissenschaftlerin. Geht jährlich auf über 100 Konzerte von David Hasselhoff bis Heaven Shall Burn. Mag Katzen, Pasta und Weinschorle. All time favourite Band: Bonaparte

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