Review: Underoath – Erase Me

Acht Jahre warteten Fans und Kritiker zugleich auf das neue Werk der Post Hardcore Helden, welche sich bereits mit ihren alten Werken gerne mal am Rand des „Darf man das eigentlich noch Hardcore nennen“ Monsums sich bewegten. Dass nach acht Jahren eine Band bekanntlich nicht aggressiver, sondern durch das Alter reifer und meist bedachter klingen ist auch kein Mythos mehr. Wer sich mit dieser Erkenntnis an Erase Me wagt, wird recht schnell damit warm, denn es überrascht dann doch hier und da gerne einmal mit lauteren Sinne, aber dazu später mehr.

Der perfekt gewählte Opener It Has To Start Somewhere klingt nach der langen Wartezeit wie eine musikalisch perfekte Fusion – wir verbinden das alt bekannte von Underoath mit dem kommenden was uns auf der Platte erwartet und haben einen Track vor uns, der leitend für den frisch erfundenen Sound der Band ist und zugleich alte Hasen mehr als bedient. Das auch eingesessene Fans müssen sich dem extremen neuen Stil der Band in dem ein oder anderen Song ganz und gar hingeben und müssen teils elektronische, teils sehr ruhige Songs durchstehen – wobei dieses Wort mehr als übertrieben klingt, denn ruhiger heißt nicht gleich softer und so überzeugen selbst die „Zimmerlautstärke-Tracks“ mit Gefühl, Bedachtsamkeit und musikalischer Vielfalt, wie man sie von den stärksten Zeiten der Band kennt.

Wer so offen wie die Band selbst an das Album ran geht muss sich sogar eingestehen, dass zwischen der überwiegend ruhigeren Tracks auch ein kleiner Goldschatz verborgen ist, welcher mit den alten Klassikern mehr als mithalten kann – mit In Motion hat diese Band ihr kleines Meisterwerk geschrieben und rundet damit das Comeback sowie die neue Platte zum Ende hin perfekt ab.

Es hat sich damit alles geändert aber irgendwie auch doch nichts: Underoath sind zurück und sie klingen durchaus ruhiger, aber immer noch so verspielt und genial wie zu ihrer alten Zeit – willkommen zurück.

Sound
Konzept
Hörspaß
3.5

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Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen - oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.

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