Emotionale Achterbahnfahrt mit Blue October in Köln

Ein wunderbar sonniger Frühlingstag neigt sich dem Ende zu, als wir in freudiger Erwartung auf Blue October die Live Music Hall in Köln beteten. Der Saal weißt zu Beginn einige Lücken, die sich aber zu Beginn des Supports „Broken witt Rebels“ zumindest in den vorderen Reihen schließen – und im weiteren Verlauf des Abends nicht wieder bemerkt werden.

Vorbands sind ja gelegentlich so ein leidiges Thema und oft nicht mehr als notwendig tolerierte „Wartezeit“ – nicht so an diesem Abend!  Das britische Quartett um Frontmann „Danny Core“ eröffnet grandios! Mitreißender Blues-Rock und eine einzigartige Stimme lassen mich das eine oder andere Mal mit einem breiten Grinsen zurück und machen es quasi unmöglich still stehen zu bleiben. Musikalisch ein wirklich sehr passender Openingact.

Das restliche Publikum wirkt noch etwas kühl, aber als Blue October mit „Say it“ ihre Show eröffnen ist all das vergessen und es wird kräftig mitgesungen. Es folgt eine bunte Mischung aus Titel des 2016er Albums „Home“ und alten Klassikern wie „Into the Ocean“, „Hate Me“ oder „Sway“. Das Besondere daran ist, das Frontmann „Justin Furstenfeld“ jedem dieser Songs mit seinen Geschichten und Anekdoten eine außergewöhliche Authenzität verleiht. Er geht offen mit seinen psychischen „Aufs und Abs“ um und hat sich dabei auch etwas Galgenhumor bewahrt. All das macht diese Band so sympathisch und unsere Erwartungen an die Performance wurden definitiv nicht enttäuscht.Ein weiteres Highlight des Abends war die Version des Songs „Italian Radio“! Rock´n Roll kombiniert mit Jodeleinlagen, das klingt zunächst mal schräg, aber es passt perfekt in das Livebild der Band und lässt uns erneut grinsend mitsingen.

Das es dem Sänger aktuell besser denn je geht, merkt man aus den aktuellen Songs, in denen er sich äußerst positiv mit den Themen auseinandersetzt. Mit der aktuellen Single „I hope You´re Happy“, die vermutlich nicht nur mir den ganzen Abend im Ohr blieb, und dem Live-Klassiker „Things we do at night“ verabschieden sich die Amerikaner von der Bühne und lassen uns, abgesehen davon, das wir einige wenige Lieblingssongs vermisst haben, wunschlos glücklich zurück.

Alles in allem musikalisch, sowie emotional eine mehr als empfehlenswerte Show und eine äußerst sympathische Band, die man sich unbedingt auch live anhören sollte.

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