Track By Track Review: Asking Alexandria – Asking Alexandria

In was für einer Achterbahn fahren die Jungs von Asking Alexandria eigentlich. Während Kritiker mit der vorletzten Platte From Death To Destiny vor allem die Findung ihres eigenen Stil´s lobten, schmiss die Band mit neuem Frontmann dieses Konzept beim letzten Album The Black über Board, um nun mit ihrem gewohnten Frontmann Danny Worsnop sich wieder neu zu erfinden. Ob das gelingt und ob das selbst betitelte Album diesen Namen wirklich verdient, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Track By Track Review.

01. Alone In A Room
Die ersten Klänge der Platte erinnern doch stark an We Are Harlot, ehe wir wenige Takte später eine wahrlich kraftvolle und rockige Eröffnung zu spüren bekommen, welche taktvoll den Weg der nächsten Tracks ebnet. Besonders fällt auf, dass das gesangliche Talent von Frontmann Danny Worsnop gemischt mit tiefen Metal Riffs wirklich gut rüberkommt.

02. Into The Fire
Hier ist der Beat Programm. Verknüpft mit einem Ohrwurm Singalong im Refrain erleben wir hier ein stimmliches Spektrum, wie wir es vorher nur annähernd in Tracks wie Killing You zu spüren bekamen. Dieser Song stellt sich geradezu bedrohlich auf, um am Ende uns um die Ohren zu fliegen. Definitiv einer der stärksten Tracks der Platte.

03. Hopelessly Hopeful
Wer ist eigentlich für diese Backtrack Parts zuständig? Nach diesem Track haben wir auch erst mal genug davon. Nach einem langatmigen Start, blüht dieser Song in Sachen Tempo und Klang zum Glück doch noch früh auf und kann dieses Niveau halten.

04. Where Did It Go?
Es wird das erste Mal wirklich emotional, stimmig verpackt wirkt das Konzept sehr kreativ, um dann leider beim großen Knall in einem recht langweilig heruntergespielten Refrain zu erblühen … oder halt zu erblassen.

05. Rise Up
Dieser Track könnte ohne Probleme auf der vorletzten Scheibe der Jungs zu hören sein. Locker die Rockshow durchaus auf und verbindet die ruhigen und lauten Stärken der Band. Hohe Headbang Garantie und besonders laut zu genießen!

06. When The Lights Come On
Die Live Hymne der Platte. Auch wenn wir hier ganz klar eine gute Kopie eines Fall Out Boy Hits erkennen. Die Jungs schaffen es hier gut aufzudrehen und zugleich den Groove zu halten.

07. Under Denver
Es wird bunt, elektronisch und durchaus kreativ. Ruhige Parts gemischt mit dem Beat eines Bring Me The Horizon Songs ziehen sich durch den Song, um in einem Feuerwerk von Refrain aufzugehen. Das Experiment glückt und bleibt im Ohr.

08. Vultures
Das akustische Meisterwerk gehört neben dem Ausnahmesong auch noch zu den Glanzstücken des Albums. Besonders gut gefällt uns der herausragende Gesang, welcher dank Streichinstrumenten und Gitarre perfekt in Szene gestellt wird.

09. Eve
Im direkten Kontrast zum vorherigen Song knallt Eve nur so um die Ohren, jedes Konzept über Board geworfen startet dieser Track hart durch, um sich im Refrain wieder zu fangen.

10. I Am One
Dieser Song knüpft ohne Probleme an den Anfang des Albums an. Dunkle Synthesizer taktvoll mit einigen Metal Parts ziehen sich durch den gesamten Song. Leider kein Highlight mehr ab hier aber auch kein schlechter Song.

11. Empire (feat. Bingx)
Wir wissen noch nicht genau, was das hier ist, aber ein Asking Alexandria Song garantiert nicht. Das Ganze klingt eher wie ein Featuring von Danny Worsnop bei Rapper Bingx, der mit Gitarre und Drumcomputer einen Track schrieb. Den Song hätte man sich sparen können.

12. Room 138
Zum Schluss erleben wir noch mal den neuen und modernen Stil der Engländer als Diamant gepresst aus vier Minuten länge. Ein würdiges Finale für eine überraschende und gute Platte.

Fazit
Man kann sagen was man will, aber Asking Alexandria gelang es sich in den letzten neun Jahren Bandgeschichte öfter und erfolgreicher neu zu erfinden, als manch einem Musiker in seiner gesamten Karriere. Die frühen Hardcore Teenie Idole sind erwachsen geworden und präsentieren damit eine wirklich interessanten Entwicklung, die hier sicherlich noch nicht ihr finales Ziel gefunden hat.

Sound
Konzept
Hörspaß
4.1

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Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen - oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.

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