Itchy machen Stimmung in Bochum

Itchy Poopzkid ist sicher den meisten bekannt, denn allerspätestens mit ihrem sechsten Studioalbum Six durfte sich das Trio auch über Bekanntheit außerhalb der deutschen Pop-Punk Szene freuen.
Mit dem neuen Album All We Know kam dann nach sechzehn Jahren Bandgeschichte der Namenswechsel zu Itchy. Wir durften Itchy auf der All We Know Tour live in der Zeche Bochum sehen.

Die Stimmung in der Zeche ist bereits ausgelassen, bevor die niederländische Vorband Call It Off überhaupt die Bühne betritt. Jeder Zweite läuft mit einem alten Itchy Poopzkid Tour Shirt rum, fast alle scheinen die Band schon mindestens einmal gesehen zu haben.

Als Call It Off die Bühne betreten, versammelt sich eine nicht gerade kleine Gruppe Fans mit passenden Call It Off Shirts in der Mitte der Halle und es dauert nicht lange bis die ersten Moshpits entstehen. Zwischen den Songs versucht die Band, auf Deutsch mit dem Publikum zu reden, entscheidet sich jedoch schnell für Englisch, was für niemanden ein Problem darstellt. Die sympathisch wirkende Gruppe scheint bei allen einen guten Eindruck hinterlassen zu haben, denn als diese die Bühne verlassen, schreien alle in der Halle nach einer Zugabe. Diese gibt es jedoch nicht und Warten ist angesagt.

Nach kurzer Umbauzeit legen Itchy los und die Fans sind nicht mehr zu halten. Moshpits und Circlepits sind angesagt, den ganzen Abend lang mit wenigen Pausen. Die Band wirkt ebenso energiegeladen und gut gelaunt und liefert eine grandiose Show ab.

Besonders die Nähe zu den Fans ist mehr als bemerkenswert. Sebastian Haffner, der von allen Sibbi genannt wird, spricht ein Mädchen auf ihren Irokesen Haarschnitt an und applaudiert für einen Mann, der auf der Treppe sitzt und seiner Frau während des Konzerts den Rücken massiert. Daniel Friedl, alias Panzer, dagegen findet es witzig, dass auch die Fans, die auf der Treppe sitzen, auf die Frage, ob noch alle genug Energie für ein paar mehr Songs hätten, mit fröhlichem Applaus reagieren. Zwischendurch leitet Schlagzeuger Max Zimmer auch ein Fan Voting ein, bei dem die Fans entscheiden dürfen, ob die Band Pretty Me oder Silence Is Killing Me spielen soll, wobei die Wahl auf Silence Is Killing Me fällt. So sorgt die Band für eine herzliche, aber dennoch energiegeladene Atmosphäre mit viel Gelächter und guter Laune zwischen den Liedern.

Sowohl ältere Hits, wie Why Still Bother und Another Song the Dj’s Hate, als auch neue Songs wie Fall Apart oder Nothing haben einen Platz auf der Setlist und klingen live sogar noch besser als auf CD.

Ruhiger wird es dann, als Sibbi und Panzer für zwei Lieder ins Publikum kommen. Dafür suchen sie zwei Fans aus, die mit Rettungswesten und Stirnlampen ausgestattet dafür sorgen sollen, dass die beiden Bandmitglieder und ihre Mikrofonständer sicher in die Mitte der Halle kommen. Die beiden bitten das Publikum, sich hinzusetzen und nachdem alle auf dem Boden sitzen, spielen sie zwei Lieder akustik, unter anderem The Sea. Bevor sie zurück auf die Bühne gehen passiert eins der Highlights der Show: Ein Freund der Band macht seiner Freundin einen Heiratsantrag, den sie zum Glück mit Ja beantwortet.


Danach stehen Itchy wieder zu dritt auf der Bühne und machen mit genauso viel Energie weiter wie vorher. Auch das Publikum scheint absolut nicht erschöpft zu sein und es wird weiterhin bei so gut wie jedem Lied ein Moshpit gestartet.
Nach einem langen Set mit über 20 Liedern ist das Konzert dann leider vorbei, aber Itchy versprechen, dass sie nächstes Jahr im April zurück ins Ruhrgebiet kommen. Zwar nicht nach Bochum, dafür aber nach Essen.

Wir freuen uns darüber, denn Itchy sind definitiv eine Band, die man gerne mehrfach live sieht. Die Atmosphäre und die Nähe zu den Fans sind einfach etwas Besonderes und Itchy sind live so gut wie unschlagbar.


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