Review: Jaya The Cat – A Good Day For The Damned

Wie darf man sich wohl den Proberaum dieser Band vorstellen? Wir sehen da halb abgerissene Wände mit einer Menge Löchern für vergilbte Poster und an der Decke irgendwo ist ein schimmelnder Fleck, welcher aber niemanden stört. Auch das Fenster wurde wohl im letzten Jahrtausend zuletzt gereinigt, aber das ist egal, wenn die Sonnenstrahlen kommen noch durch und landen ein der einzigen Pflanze im Raum, wodurch diese noch lebt und gedeiht.

So ungefähr sieht es bei der holländischen Reggae/Punkrock Formation aus, oder zumindest anders können wir uns die vier Wände in denen A Good Day For The Damned erschaffen wurde nicht vorstellen. Die Mix aus beiden Genre´s funktioniert nach fünf Jahren Wartezeit auch beim mittlerweile siebten Studioalbum noch immer Wunderbar, auch wenn nach über 20 Jahren Bandbestehen wir tatsächlich den Ska Anteil in den Songs durchaus verstärkt wahrnehmen. Das nimmt der Band aber überhaupt nicht den Charme ihrer melancholischen Stimmung, sondern treibt an einigen Stellen einfach nur das Tempo an, was dem gesamten Konzept durchaus Abwechslung verleiht.

Dabei kommen wir gewohnt die emotionalen Stücke verpackt mit der rauen Stimme von Frontmann Geoff atmosphärisch besonders zur Geltung, machen aber umso mehr Stimmung durch Kontrastreiche Ska Songs. Zu einem The Streets Of Shoreditch lässt es sich doch gleich viel leichter schunkeln, wenn man vorher die Partyhymne Just Leave Me There auf die Ohren bekommen hat. Da wir hier eine klassische Platte der Katze haben, lässt sich einfach sagen, dass es kaum Neuheiten oder Überraschungen gibt, dafür aber die gewohnte und einzigartige Tonart von Jaya The Cat. Fans werden auch weiterhin der Band die Treue schwören.

Sound
Konzept
Hörspaß
3.5

About The Author

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen - oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.

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