Nasty brachte das Conne Island zum platzen

Nachdem Nasty ihren neuen Lonplayer „Realigion“ veröffentlicht haben, war klar das ganze Stück muss gleich mal auf Tour gefeiert werden. Die eingespielte Hardcore/Beatdowngemeinde zeigte sich rasch dankbar mit teilweise ausverkauften Clubs, darunter auch am 01.12. das Conne Island in Leipzig.

Während sich ein Teil am Eingang anstellte und in der bitteren Kälte warten musste, vergnügte sich der andere Teil mit ein paar Bier im warmen Cafe gegenüber. Schon beim Einlass spürte man schnell, dass die Location zu klein für die Veranstaltung ist, mit massiven Gedränge, gereizten Leuten um sich, war ein einfachen durchdrängeln kaum möglich, was den Gang zur Bar oder zur Toilette echt unerträglich machte. Als es dann los ging mit der ersten Band Get The Shot, ging auch die Action los. Schon nach dem ersten Song begannen die ersten zu moshen, während von hinten immer mehr Leute die Massen nach vorn drückten, rasteten die ersten Reihen komplett aus. Ich hab noch nie erlebt, dass die Konzertgänger bei der Vorband so sehr abgehen wie bei der Hauptband. Get The Shot ist ein kleiner Geheimtipp, für alle die sie noch nicht kennen sollten, einfach mal reinhören oder am besten gleich live geben.

 

Weiter ging es dann mit Lionheart, deren erster Tour seit ihrer Reunion. Sänger Rob erklärte während des Auftritts, dass sie glücklich sind wieder unterwegs zu sein, aber eine Pause brauchten, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Nun sind die Jungs wieder fleißig auf Tour mit neuem Stuff im Gepäck, und die Fans waren sichtlich erfreut darüber. Während es kein Ende nahm an Stagedivern, grölte der Rest in das Mikro sobald Rob es in die Menge hielt. Bei LHHC eskalierte die Menge komplett, jeder sang so laut er konnte mit, gefühlt bewegte der gesamte Club sich mit hin und her, auf und ab, drunter und drüber, es blieb einfach keiner Still. Schweiß, blaue Flecke und Blut gabs inklusive.

Krönender Abschluss waren Nasty, der eigentlichen Hauptband, doch an diesem Abend waren wohl alle drei Bands die gefühlten Headliner. Es wirkte wie ein Familientreffen der Extraklasse. Man spürte die Freude sowohl bei den Bands als auch bei den Fans. Zeitweise machte Matthias (Sänger) mehrfach Ansagen, dass wir alle tolerant sind bzw sein sollen und easy zueinander, was die Menge mit viel Applaus bejubelte und überall Ja-nickende Köpfe zustimmten. Dies war eine gelungene Abwechslung zwischen den kompletten Ausrastern im ordentlichen Beatdownstyle, trotz der großen Menge nahm jeder auf den anderen Rücksicht. Nasty schaffte es alle samt nochmal richtig aus den Reserven zu locken und holte noch mehr Stagediver auf die Bühne, es wirkte fast wie ein durchlaufender Strom von Leuten die in die Menge der Hände springen.

Im Ganzen war es ein extrem fettes Konzert, mit gefühlten 3 Headlinern und in sehr sehr kuschliger Familienrunde. Vom Klang her alles Top, bis auf die zu kleine Location, also nächstes mal bitte ein größerer Club, dass auch wirklich jeder was vom Konzert hat und sich nicht fühlt wie eine Ölsardine.

 

Tourdates:

27.12.2017 – Hannover – Musikzentrum

28.12.2017 – Karlsruhe  – Stadtmitte

29.12.2017 – Chemnitz – AJZ

30.12.2017 – Köln – Gebäude 9

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