BJÖRK: Utopia

Björk begeistert und verstört zugleich mit ihren eigenen Kreationen und ihren experimentierfreudigen Songs. Zudem wird sie wohl jedem seit ihren Schwanenauftritt bei den Oscars 2001 bekannt sein. Damit zeigte sie der Welt, das sie eine kreative Eigenbrödlerin ist und sich immer wieder neu erfindet. Für ihr neuestes Stück „Utopia“ stellte die Isländerin extra ein Flötenorchester aus 12 Frauen zusammen, welches sie selbst arrangierte und leitete.

 

Track 1: Arisen My Senses…Mit Vogelgezwitscher und einem Anklopfen eröffnet Björk ihr nun 9. Studioalbum „Utopia“.

Track 2: Blissing Me…Sanfte Klänge dringen in dein Ohr, während die Harfe ihr Klänge in den Raum wirft und eine sanfte Stimme ertönt. Es fühlt sich an wie ein Erwachen im Frühling, immer mehr instrumentale Elemente kommen hinzu und sorgen für eine regelmäßige Steigerung im Song.

Track 3: The Gate…Ein schlicht gehaltener Song mit beginnender Zweifachstimme, immer wieder durchtrennen einzelne Parts kleine Pausen, um dann wieder etwas neues einzuleiten. Dabei wirkt der gesamte Song eher dramatisch und mystisch.

 

 

Track 4: Utopia…Ein zauberhaftes Flötenspiel beginnt, welches ab 1:50 min von einem Bass untermalt wir und Björk mit ihrem Gesang einsetzt. Es ist ein aufregendes Zusammenspiel zwischen Flöte und Gesang.

Track 5: Body Memory…Ein sehr düsterer Song mit sehr eigenwilligen Geräuschen im Hintergrund begleitet vom Chello. Der kurzzeitig ertönende Chor bringt eine noch stärkere Dramatik in den Song. Man bekommt das Gefühl auf einer Reise durch den Wald zu sein und in hinter jedem Baum lauert eine neue Gefahr.

Track 6: Features Creatures…Ein Ton ertönt, der nur schwer zu definieren ist aber an eine Art heulenden Wind erinnert, mal stärker mal sanfter. Irgendwann gesellen sich noch Flöten mit hinzu, um Björk ihrem Gesang zu unterstützen. Der Titel ist dabei sehr gut gewählt, denn schnell wird die Fantasie mit tanzenden Kreaturen geweckt.

Track 7: Courtship…Ein freudiger Song, die Flöten spielen in vielen hohen Tönen und Björk klinngt voller Zuversicht. Bis 3:50 min eskaliert der Song komplett, um dann in einem zarten Flötenspiel auszuklingen.

Track 8: Losss…Als Gegensatz folgt nun ein Song, der sehr schwerfällig beginnt mit einer Flöte und dubstepartigen Klängen. Die Harfe spielt ebenfalls eher entspannt und erweckt somit eine schwere im gesamten Song, während sich diese Situation immer mehr anspannt.

Track 9: Sue Me…Auf in eine andere Welt, die verzerrten Klänge mit dem Synthesizer spielen ein verrücktes Spiel und sorgen erneut für eine düstere Stimmung, wie man es von Vespertine kennt.

Track 10: Tabuka Rasa…Um den Sinnen wieder etwas Ruhe zu gönnen, folgt ein eher ruhiger Song mit hauchender Flöte.

Track 11: Claimstaker…Ein sehr verspielter Einstieg der Spaß macht. Es klingt die ganze Zeit wie ein „düdüdüdü…“ von mehreren Männern in verschiedenen Tonlagen, während Björk gefühlvoll dazu singt.

Track 12: Paradisia…Ein reines Flötenlied dient als kleines Zwischenstück der anderen Songs.

Track 13: Saint…Dies ist meiner Meinung nach einer der typischsten Songs von Björk, wie man es aus ihren Anfängen kennt. Ein Song in den man schwelgen und sich verlieren kann, ihre Stimme ertönt mehrfach und alle Instrumente spielen in einer Harmonie zum genießen.

Track 14: Future Forever…Ein Ton wird angespielt und wieder und wieder, immer wieder sind kleine Pausen dazwischen. Dabei sind die Klänge eher futuristisch, es klingt in etwa wie auf einem Hang, der für einen karibischen Sound sorgt. Ein schöner Ausklang für die gesamte Platte.

Fazit: Björk ist ihrer Linie treu geblieben und zum Teil hat sie an alte Songs angeknüpft. Ein sehr experimentierfreudiges Album voller Überraschungen.

Björk - Utopia
Hörspaß
Sound
Konzept
4.6 Hammer!
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Ein Feuerwerk der Gefühle und Fantasien, wer es schräg mag und bereit ist für tausend neue Eindrücke, der sollte diese Platte einfach lieben. Kleines Manko, manche Parts können auf Dauer zu langatmig werden, was wohl Geschmackssache ist.

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