Evanescence – Synthesis

Braucht es wirklich eine Neuauflage von Songs, die im Original schon fast nah an der Perfektion sind?

Zugegeben, die Antwort darauf ist meistens: Nein!. Auch im Falle des ersten Evascencealbum seit 5 Jahren lautet die Tendenz eher:“ Die Welt hat auf Evanescence gewartet, aber nicht auf diese Platte! Die Gründe dafür sind einfach:

Wer sich die Originale zu „My Immortal“, „Lithium“ und co anhört, der merkt, das diese Songs sowohl gesanglich, wie auch atmosphärisch bereits nahe an der Perfektion sind. Vieles lässt sich einfach nicht viel besser ausdrücken und viele Fans warten sicherlich auch auf neues Material, was auf dieser Platte mit 2 Stücken (Hi-Lo und Imperfection) leider etwas zu kurz geraten ist.

Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt viele Feinheiten, die so nicht zu erwarten waren. Vom ersten bis zum letzten Titel hat man das Gefühl auf einem klassischen Konzert zu sein, aber dann auch wieder nicht. Klassische Instrumente, Ouvertüren und Instrumentalspiele verbinden sich mit modernen, elektronischen Beats und Amy Lee´s unverkennbarer, klarer und ausdrucksstarker Stimme und ziehen den Hörer dann irgendwie doch in seinen Bann, obwohl oder gerade weil man eben den Großteil der Songs bereits kennen und lieben gelernt hat. Amy bedient dabei sowohl die ruhigen, als auch die härteren Töne mit Bravour und einer immer noch beeindruckenden Ausstrahlung. Allerdings gab es einige Stellen, an denen sie sich merklich zurückgehalten hat und so leider der erwartete stimmliche Ausbruch ausbleibt. Gerade diese Waage zwischen zerbrechlich und kraftvoll gelingt Evanescence sonst so gut – hier leider etwas schwächer als erhofft.

Ein Highlight dieser CD ist tatsächlich der neue Song „Imperfection“ der als Abschlusstrack der Platte eine sehr gute Figur abgibt. Eine gelunge Symbiose aus dem klassischen, düsteren Evanescencestil, gepaart mit den neuen Beats und einem Gesang, der mal so gar nicht typisch Evanescence ist. Wenn die Zukunft der Band so klingt ,dann werden noch einige grandiose Songs entstehen und noch mehr Herzen höherschlagen, wenn die Titel gehört (oder noch besser: live gesehen) werden.

Bildquellen

Synthesis
Sound
Konzept
Hörspaß
4.3 Gänsehaut Pur

Stimmlich sowie instrumental überragend - aber kein Ersatz der Originale!

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