Interview: Alazka – Wir machen Musik, die uns selber gefällt

Wir haben uns auf dem Ackerfestival mit den Jungs von Alazka zum Interview getroffen. Zwischen Sportumkleide und Spielplatz haben wir ihnen ein paar Fragen zum Album, zur Tour und ihren Zukunftsplänen gestellt.

 

Seit eurem Namenswechsel ist bereits einige Zeit vergangen, trotzdem müssen sich viele noch an den neuen Namen gewöhnen. Fiel euch die Entscheidung eher leicht oder schwer? Wie haben eure Fans darauf reagiert?

Julian: Leicht würde ich sagen, da wir das wirklich schon lange vor hatten bevor wir überhaupt wussten welcher Name es werden soll. Zum einen mochten wir den Namen nicht und zum anderen wollten wir etwas haben, dass für uns alle steht. Wir wollten keine alte Band sein bei der neue Leute dazu gekommen sind. Letztes Jahr nach unserer Headlinertour hatten wir dann die Idee mit ALAZKA und seitdem steht das im Prinzip.
Tobias: Die Reaktion der Fans war gemischt. Da gibt es immer welche die ausrasten und denken das sich nun alles drastisch ändern wird oder sowas aber wir sind ja immer noch die gleichen Jungs, machen immer noch die gleiche Musik und daher haben die das schon verstanden. Klar gibt es immer jemanden der sich aufregt. Überwiegend war die Reaktion aber positiv.

Es wird immer wieder gesagt das ihr die große Hoffnung der deutschen Hardcoreszene seid. Setzt euch das unter Druck?

Julian: Es ist schön zu hören aber wir sehen uns nicht als etwas besonderes. Wir machen halt einfach unser Ding und sehen uns auch nicht unbedingt als Hardcoreband. Viele Leute werfen uns inzwischen vor das wir zu poppig sind aber wir machen vor allem die Musik, die uns selber gefällt und scheinbar erreichen wir damit einige Leute. Wir sehen uns aber überhaupt nicht als eine Vorreiterband und wir wollen uns erst recht nicht auf ein Genre reduzieren lassen.

Wie stehen eure Eltern zu eurer Karriere als Musiker?

Tobias: Unsere Eltern stehen komplett hinter uns und die sehen ja auch was wir mit der Band vor haben, welchen Weg wir gemeinsam als Band gehen. Das ist wirklich bei jedem Einzelnen von uns so und ich glaube das ist auch sehr wichtig. Wären meine Eltern dagegen würde ich den Weg natürlich trotzdem gehen aber so ist es natürlich schöner.

Ihr geht bald auf Headlinertour, anschließend geht es mit Amity Affliction auf Tour. Worauf können sich eure Fans besonders freuen?

Julian: Für uns steht das Album gerade absolut im Mittelpunkt und gerade auf der Headlinertour werden wir das komplette Album spielen. Gerade als kleinere Band hat man selten die Gelegenheit ausgiebig zu spielen und deswegen werden wir das ausnutzen. Das ista uch etwas besonderes für uns und mit Amity Affliction zu touren ist natürlich auch super geil. Unsere erste, richtig große Tour (NSD) haben wir auch mit denen gespielt, daher ist das jetzt eine kleine Reunion auch weil Casey mit dabei sind. Auf beiden Touren ist es ein super Gesamtpaket für die Fans und danach schauen wir mal was noch so kommt.

Mit welcher Band würdet ihr gern einmal auf Tour gehen?

Tobias: Ich glaub da gibt es echt viele Künstler mit denen wir gern auf Tour gehen möchten was bei dem ein oder anderen Künstler stilmäßig nicht funktionieren würde. Jeder von uns hat seine Vorbilder in der Musik, genretechnisch reicht das aber von Hip Hop, Pop bis zu Deathmetal. Ich steh total auf Amirap, mein größtes Vorbild ist Kendrick Lamar, das wäre wirklich geil mit dem auf Tour zu gehen. Oder auch andere Größen wie Slipknot ….
Julian: Also für mich wäre Stonesour mega geil oder Rise Against wäre mein absoluter Traum.
Tobias: Das wäre super.
Julian: Linkin Park wäre richtig geil gewesen aber dazu wird es jetzt wohl nicht mehr kommen…

Habt ihr vor euren Shows Lampenfieber?

Julian: Lampenfieber eigentlich gar nicht: Ich gehe vor den Shows im Kopf nochmal durch ob ich alles erledigt hab weil wir echt viel selber machen und dann denkt man lieber zwei oder drei mal nach ob man an alles gedacht hat und daher ist da gar kein Platz für Nervosität. Aber bei großen Shows, da merk ich kurz vorher immer noch ‚Ok, das ist jetzt was großes‘ aber das ist eher Vorfreude, das würde ich nicht als Lampenfieber bezeichnen.
Tobias: Ich glaub die Vorfreude hat das Lampenfieber abgelöst. 2015 als wir beim WFF gespielt haben, da sollten wir am Sonntag als erste Band um 11 Uhr im Zelt spielen. An dem Wochenende waren das so 40 Grad und dann sind wir auf die Bühne gegangen und auf einmal war das ganze Zelt voll. Das war krass. Aber auch wenn wir Shows vor 50 Leuten spielen, ich bin vor jeder Show ein bisschen aufgeregt, einfach wiel ich Bock hab und ne geile Show spielen will.

 

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Kreative Seele des Hauses, trinkt den Jägermeister warm, Studentin, mag Kevin mehr oder weniger, hat eine legale Adobe Cloud, Führerschein Klasse B, streichelt Einhörner und hat diesen Text definitiv nicht selbst geschrieben.

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