Review: Casper – Lang Lebe der Tod

Casper Fans hatten es im vergangenen Jahr nicht unbeding leicht. Mehr als einmal verschob er das Release Datum des lang ersehnten Hinterland-Nachfolger und die dazugehörige Tour. Beinahe ein Jahr wurde das Album nach hinten geschoben. Jetzt ist das Baby endlich draußen und Casper ist anscheinend zufrieden, sonst würden wir wohl immer noch warten. Das Album umfasst 10 Songs, von denen 4 bereits vorab als Singles veröffentlicht wurden, die bereits erahnen ließen, dass dieses Album nicht mit xoxo oder Hinterland vergleichbar ist. Auf diesem Album gleicht kein Song dem anderen, es herrscht eine bunte Abwechslung zwischen ruhigen Tönen, hämmernden Bässen und Sirenen .“Lang Lebe der Tod“ – ein Album, dessen komplexität beim ersten Hören überhaupt nicht begreifbar ist. Immer wieder hält Casper eine neue Überraschung bereit, selbst dann wenn man bereits denkt, man hätte alle Zitate und Querverweise gefunden. Großer Hörspaß ist also vorprogrammiert auch wenn das Konzept nicht immer ganz erkennbar ist.
Caspers viertes Studioalbum ist ein Befreiungsschlag. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird in diesem Album in die Zukunft geblickt, wenn auch etwas ängstlich und nicht ganz ohne Zweifel. Es gibt viele kraftvolle Songs aber auch welche, die eine sehr drückende, melancholische Stimmung transportieren. Und auch die Texte drücken genau diese Gefühle aus. Casper übt Kritik – an der Gesellschaft, Nazis und Beaty-Bloggern – und natürlich an sich selbst. „Keine Angst“ ist die neue Hymne der Außenseiter bei der Casper von Drangsal untrstützt wird. Gemeinsam haben sie einen richtiger Ohrwurm mit einer gewissen Traurigkeit geschaffen. Die große Besonderheit an Benjamin Griffey ist wohl sein großes Musikwissen. Auf jedem Album wird immer wieder deutlich, was für ein großer Musikfan er doch eigentlich ist. Die Einflüsse seiner Lieblingsbands hört man immer wieder heraus – im Sound als auch in Textpassagen, oftmals sogar Zitaten. Letzendlich hat sich das lange Warten gelohnt. Dieses Album passt in keine Schublade.

Sound
Konzept
Hörspaß
4.3

Die lange Wartezeit hat sich gelohnt

About The Author

Kreative Seele des Hauses, trinkt den Jägermeister warm, Studentin, mag Kevin mehr oder weniger, hat eine legale Adobe Cloud, Führerschein Klasse B, streichelt Einhörner und hat diesen Text definitiv nicht selbst geschrieben.

Keine Kommentare on "Review: Casper – Lang Lebe der Tod"

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.