Evanescence verzaubern das Kölner Palladium (09.07.17)

Wie lange haben Fans und Freunde der guten Musik auf diesen Moment gewartet? Nach der Veröffentlichung des selbstbetitelten Albums und der dazugehörigen Tour (2011) legte die Band eine kreative Pause ein und kehrt erst jetzt auf die europäischen Bühnen zurück.  So auch am 09.07 zu ihrem exklusiven Deutschlandkonzert in Köln.

Nun gab es also einen mehr als guten Grund, um sich in das wirklich wunderbare Palladium zu begeben und gespannt darauf zu warten, ob es um Amy Lee´s Stimme immernoch so gut bestellt ist und ob es wohl Infos oder sogar Songs vom kommenden Album gibt.
Antwort auf zweiteres ist leider: Nein! Zur kommenden Platte wurde kein Wort verloren, stattdessen gab es eine Best-of-Auswahl an Songs, die jeder mitsingen konnte. Alle wichtigen Werke, die das Phänomen „Evanescence“ begründet und bestärkt haben wurden in bester Manier performt und sowohl als langjähriger Fan, wie auch als Gelegenheitshörer wurden garantiert alle Ansprüche erfüllt.
Um nun zur ersten Frage zurückzukommen:  Amy Lee war in den letzten Jahren keineswegs untätig und es machte sich das Gefühl breit, dass sie stimmlich sogar noch zugelegt hat. Wobei es mir hier schwerfällt, den vollen Umfang der Genialität in Worte zu fassen.
Wer sich nämlich mal Livevideos der Amerikaner angehört hat, weiß um die Qualität der Band, aber das ganze dann live zu bestaunen ist wirklich nochmal ein ganz anderes Erlebnis, was nicht selten auch in Gänsehautmomenten zelebriert werden konnte.

Das Quintett um Frontfrau Amy Lee war hochmotiviert, topfit und bot eine gesanglich, wie auch instrumental mehr als abwechslungsreiche Show: Der obligatorische Flügel für Songs wie „My Immortal“ oder „Lithium“ durfte ebenso wenig fehlen, wie die Brechstange für „Going Under“ oder „Bring me to Life“ Auch die Auswahl der Titel stellte sich als gelungen heraus, sodass letztlich jeder auf seine Kosten gekommen sein sollte, ganz unabhängig davon welches Album bevorzugt wurde.

Nicht zuletzt war auch das gesamte Publikum am Erfolg des ganzen Abends beteiligt.Angeheizt von der Frankfurter Band „Revolution Eve“, die ein nicht zu verachtendes Warm-Up-Programm lieferte und sich am Ende auch zurecht von den Fans feiern ließ, brauchte die US-Formation gar nicht mehr viel Initiative in die Motivation des Publikums stecken. Die Stimmung war fantastisch und am Ende gab es rein gar nichts, was an diesem Abend zu kritisieren war (außer der schwülen Wetterlage außerhalb der Halle vielleicht).

Ein aufjedenfall uneingeschränkt weiterempfehlbares Live-Spektakel mit einer noch immer fantastisch aussehenden und mit einer unfassbaren Stimme gesegneten Frontsängerin.

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